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Wortkarger BeschuldigterRaser von Höri bekommt eine letzte Chance

Statt mit höchstens 80 km/h raste der junge Mann im Mai in Höri mit über 180 km/h auf einen Kreisel zu. Das Gericht verurteilt ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten – und sein Schuldenberg wächst weiter.

Nachdem der junge Raser die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte,  prallte der Audi in einen Leitposten, schlitterte über die Kreiselanlage und kam in der Wiese zu stehen.
Nachdem der junge Raser die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte, prallte der Audi in einen Leitposten, schlitterte über die Kreiselanlage und kam in der Wiese zu stehen.
Foto: Kantonspolizei Zürich

Der heute 20-jährige Mann erinnerte am Mittwoch am Bezirksgericht Bülach an einen renitenten Schüler beim Nachsitzen: Er schien die Verhandlung als lästige Pflicht möglichst schnell hinter sich bringen zu wollen. Der Vorsitzende musste oft mehrmals nachhaken, um seinem Gegenüber unter dem Baseballcap mehr als ein gelangweilt gemurmeltes «Ja» oder «Nein» zu entlocken.

Knapp sieben Monate ist es her, seit der Schweizer mit türkischen Wurzeln mit seiner Raserfahrt über das Unterland hinaus für Schlagzeilen sorgte. Mit einem Audi S5 fuhr er am 13. Mai kurz nach Mitternacht auf der Glattalstrasse Richtung Kreisel Neeracherried – mit über 180 km/h überschritt er die dort zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 100 Stundenkilometer. Er verlor die Herrschaft über sein Fahrzeug, kam ins Schleudern, prallte in einen Strassenpfosten und landete unweit des Kreisels in einer Wiese. Statt die Polizei zu rufen, bot der damals 19-Jährige den Abschleppdienst für das stark beschädigte Auto auf. Dieser wiederum avisierte die Polizei, die den unverletzten Raser festnehmen konnte. Der Führerschein war ihm bereits zwei Monate zuvor abgenommen worden.

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