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Spur der Zerstörung nach Demo in der Länggasse in Bern

Rund 300 Personen protestierten mit einem Umzug gegen die polizeiliche Hausräumung an der Effingerstrasse in Bern. Zwei Kastenwagen der Polizei markierten Präsenz.

Hier zerstören teils vermummte Demonstranten die UBS-Filiale an der Länggasse. (22. Februar 2017) Video: Leser-Reporter

Nach der heftigen Hausräumung an der Berner Effingerstrasse 29 durch die Polizei am Mittwochmorgen ist es am späten Abend zu einer Protestaktion gekommen. Wie der «Bund» berichtet, folgten rund 300 Personen einem Aufruf auf Facebook, an der Solidaritätsaktion für die festgenommenen Hausbesetzer teilzunehmen.

Der Demonstrationszug, darunter viele vermummte Personen, forderte «mehr Freiräume». Er startete bei der Berner Reitschule, zog Richtung Henkerbrünnli zum Bierhübeli hoch, dann via Mittelstrasse in Richtung Länggassstrasse. Unterwegs werden Wände versprayt, Telefonzellen eingeschlagen und Reifen bei einer Garage gestohlen.

Eingriff beim Café Parterre

Die Polizei war von Anfang an präsent. Zwei Kastenwagen markierten beim Hirschengraben Präsenz. Die Polizisten blieben vorerst im Hintergrund. In der Länggasse ist es dann aber zur Auseiandersetzung gekommen, wie eine Reporterin vor Ort berichtet.

Ein Leser-Reporter stand an der Haltestelle Mittelstrasse, als er vom Demonstrationszug überrascht wurde: «Plötzlich kamen sie um die Ecke, ein Grossteil war vermummt. Sie schlugen Schaufenster ein, durch die Eingangstüre der UBS-Filiale warfen sie einen Autoreifen.»

Vor dem Café Parterre an der Länggassstrasse hat die Polizei in den Umzug eingegriffen, worauf sich die Demonstration geteilt hat. Ein Teil ist verschwunden, der andere zur Reitschule zurückgekehrt. Dort hat die Polizei sowohl das Bollwerk wie auch die Lorrainebrücke abgesperrt.

Nach 22 Uhr hat sich die Lage offenbar wieder beruhigt. Die Polizei reagierte etwas später mit einer Medienmitteilung. Sie habe den Umzug gestoppt, weil «massive Sachbeschädigungen» festgestellt worden seien. Dabei habe auch Gummischrot eingesetzt werden müssen, schreibt die Polizei weiter.

Übernommen vom «Bund» und bearbeitet von Redaktion Tamedia.

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