Bietet Ryanair bald Gratisflüge an?

Der Chef der irischen Billigairline will Passagiere in fünf bis zehn Jahren kostenlos befördern. Gewinn will er auf andere Weise machen.

Flughäfen sollen ihre Umsätze mit der Fluglinie teilen: Flugzeug der Ryanair. Foto: Pascal Pavani (AFP)

Flughäfen sollen ihre Umsätze mit der Fluglinie teilen: Flugzeug der Ryanair. Foto: Pascal Pavani (AFP)

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Michael O’Leary hat einen Zukunftstraum. Und wenn er den umsetzt, dürfte er ziemlich viele Passagiere sehr glücklich machen. «Ich habe diese Vision, dass Ryanair-Flüge in den nächsten fünf bis zehn Jahren kostenlos sein könnten», sagte der Chef der irischen Billigairline diese Woche bei einem Flughafenkongress in London.

Wie das funktionieren soll? O’Leary stellt sich vor, dass die Flughäfen alle Einnahmen, die sie aus den Ryanair-Passagieren erzielen, mit der Fluglinie teilen. «Wenn Ryanair gratis ist, sind die Flüge voll und wir teilen den Umsatz des Airports, der ganzen Geschäfte und Restaurants, welche die Reisenden nutzen.» Er sei sich ziemlich sicher, dass es so weit kommen werde und man Aktionspreise dann statt auf neun Euro auf null Euro senken könne.

Gute Deals von Flughäfen

Dabei helfen würden auch die guten Deals, die ihm einige der grösseren Flughäfen inzwischen anbieten. Zuletzt hat sich das etwa gezeigt, als Ryanair wegen eines besonders guten Angebots beschloss, in Frankfurt am Main eine Basis zu eröffnen und Lufthansa so anzugreifen. Dass die Tarife bei grossen Drehkreuzen wie Frankfurt oder Heathrow ganz auf null fallen könnten, hält er aber weiter für unwahrscheinlich.

Auch wenn die Tickets noch nicht gratis sind – O’Leary hat schon länger angedeutet, dass sie im kommenden Jahr weiter fallen dürften. 46 Euro kostete ein Ryanair-Ticket im Schnitt im vergangenen Jahr, inklusive eines Gepäckstücks. In diesem Jahr dürften sie noch einmal 10 bis 15 Prozent tiefer liegen.

Gratisflüge hatte O’Leary bereits vor zehn Jahren einmal angekündigt. Damals erklärte er, Ryanair werde Glücksspiel an Bord anbieten und so sein Geld machen. Dazu kam es aber nie. (lf/Aerotelegraph.com)

Erstellt: 25.11.2016, 14:39 Uhr

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