So luxuriös reisen VIPs im neuen Privatjet von Airbus

Die Schweizer Charterfirma Comlux hat einen A319 für 19 statt 120 Passagiere umgebaut.

ACJ319-Kabine: Der Hersteller hofft auf neue Kunden in der Golfregion. Foto: Airbus

ACJ319-Kabine: Der Hersteller hofft auf neue Kunden in der Golfregion. Foto: Airbus

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Der grösste europäische Flugzeughersteller ist schon seit 1997 im Bereich der Business- und VIP-Fliegerei unterwegs. Inzwischen sind nach Angaben von Airbus schon über 180 Corporate Jets auf allen Kontinenten im Einsatz – inklusive Antarktis.

Dennoch ist die Anwerbung neuer Kunden im hart umkämpften Markt der grossen Businessjets nicht leicht. Es überrascht deshalb wenig, dass Airbus vor allem in der Golfregion nach Nutzern mit dem nötigen Kleingeld sucht.

An der Dubai Air Show vom 12. bis 16. November 2017 zeigt Airbus einen ACJ319 der Schweizer Charterfirma Comlux, die für 19 Passagiere eingerichtet ist. Die Kabine des gezeigten Businessjets bietet einen Salon und zwei Privatzimmer, die als Büro oder Schlafzimmer hergerichtet werden können. Zum Vergleich: Im A319, auf dem die VIP-Maschine basiert, können im Linienbetrieb je nach Bestuhlung rund 120 Passagiere mitfliegen.

Neue Modelle im nächsten Jahr

«Alle Businessjets sparen Zeit und sind angenehm, aber nur die Maschinen von Airbus bieten Best-in-class-Komfort, Platz und Freiheit», lässt sich Airbus-Verkaufschef John Leahy in der Pressemitteilung zitieren. «Und dies bei Betriebskosten, die mit traditionellen Businessjets vergleichbar sind.» Zusätzliches Verkaufsargument für die ACJ-Familie sei die grosse Reichweite, die beispielsweise bei der Version ACJ320 Neo mit 25 Passagieren 11'100 Kilometer beträgt.

Im Katalog von Airbus sind im Moment die Versionen ACJ319 Neo bis ACJ330 Neo sowie ACJ350 aufgeführt. Selbst der A380 wäre aus Sicht des Herstellers als Businessjet denkbar, ausgeführt wurde der Ausbau zum fliegenden Palast allerdings bisher noch nie. Die ACJ320 Neo werden ab Ende 2018 erhältlich sein, die ACJ319 Neo ein Jahr später. Bisher liegen Bestellungen für sechs ACJ320 Neo und drei ACJ319 Neo vor.

Kampf mit Boeings Business Jets

Airbus steht mit seinen Geschäftsreisefliegern in Konkurrenz zu den Boeing Business Jets, die ebenfalls auf Verkehrsflugzeugen basieren. Der ACJ319 wird für knapp unter 80 Millionen Dollar zu haben sein. Das ist auch für sehr reiche Privatkunden ein hoher Preis. Etwas preiswerter sind die grossen Modelle von Bombardier, Dassault und Gulfstream.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.11.2017, 16:57 Uhr

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