Sieben Klettergebiete über dem Nebel

Es ist die Jahreszeit der zwei Welten: jener im Nebelmeer und jener darüber. Das erfährt man am besten, wenn man hoch über den Tälern an warmen Felsen klettert.

An südlich ausgerichteten Felsen kann man bis weit in den Winter hinein klettern – vorausgesetzt, sie liegen über der Nebelgrenze, wie hier in Orvin. Foto: Sandro von Känel

An südlich ausgerichteten Felsen kann man bis weit in den Winter hinein klettern – vorausgesetzt, sie liegen über der Nebelgrenze, wie hier in Orvin. Foto: Sandro von Känel

Für viele Alpinisten ist die Klettersaison vorbei. Der Winter steht an, Zeit, die Ski aus dem Keller zu holen. Tatsächlich? Man könnte auch sagen: Jetzt ist Hochsaison – Spätherbst, die Zeit des Kletterns über dem Nebelmeer. Die Luft ist kühl, der Grip am Fels maximal, die Erlebnisse am Fels so intensiv wie das letzte Sonnenlicht.

Am Morgen hatte man noch den Wetterbericht studiert, versucht abzuschätzen, ob die Nebelgrenze tatsächlich die südlich ausgerichteten Felsen in der Höhe freigibt. Beim Hochsteigen mögen Zweifel kommen: Zäher Nebel hängt im Wald, die Blätter sind nass, an Klettern ist nicht zu denken. Immer wieder der Blick in die Baumwipfel, schimmert es dort nicht leicht bläulich? Doch tatsächlich! Und dann geht es schnell, plötzlich fallen Sonnenstrahlen in den Wald, wie gewaltige Lichtschwerter, die den zähen Nebel zerschneiden. Und dann ist er weg. Von fern hört man Kuhglocken, sonst nichts.

Im gleissenden Licht stehen die Felsen, rau und warm. In den letzten Jahren zog sich dieser magische Spätherbst gefühlt immer weiter in den Winter. Wer sucht, der findet auch an Weihnachten noch das richtige Plätzchen fürs genussvolle Klettern. Wir verraten Ihnen auf dieser Seite sieben Klettergebiete mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die gute Chancen dazu bieten – und die mehrheitlich bequem mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen sind.

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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.10.2017, 18:42 Uhr

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