Heisse Spur für coole Langlauferlebnisse

Das Schweizer Loipennetz hat sich in den letzten Jahren verdichtet. Und auch die Nachbarländer locken mit feinen Spuren.

Perfekte Langlaufbedingungen in der Region Jura. Foto: Guillaume Perret

Perfekte Langlaufbedingungen in der Region Jura. Foto: Guillaume Perret

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Sie sind wieder unterwegs bei Nacht und Nebel, die Loipenmacher. Rund 160 Organisationen und Gruppierungen in der ganzen Schweiz setzen sich Jahr für Jahr dafür ein, der wachsenden Langläufergemeinde optimale Bedingungen zu schaffen. Landesweit stehen den Klassisch-Läufern und Skatern in der bevorstehenden Wintersaison 5500 Kilometer gespurte Loipen zur Verfügung. Hier sind acht ausgewählte Langlaufdestinationen in der Schweiz und im benachbarten Ausland.


Engelberg – Klein aber fein

In der Zentralschweizer Alpinskidestination hat der Langlauf in Sachen Stellenwert kräftig aufgeholt. Vor zweieinhalb Jahren wurde vor Ort die Nordic Kommission gegründet, welche das bestehende Loipennetz erweitert und optimiert hat. Insgesamt stehen 43 Kilometer Loipen, gespurt für Klassisch-Läufer sowie Skater, zur Verfügung. Für Anfänger eignen sich die eher flachen Talloipen, während sich die sportlich ambitionierten Läufer auf dem coupierten Gelände der Loipe auf der Gerschnialp austoben können. www.engelberg.ch

Foto: Engelberg-Titlis Tourismus AG


Engadin – das Eldorado

Das Engadin mit seinen insgesamt über 220 Loipenkilometern für Klassisch-Läufer sowie Skater gilt als Schweizer Eldorado für Langläufer. Ob in der Seenregion (Maloja, Sils, Silvaplana), in der Gegend um St. Moritz / Pontresina / Celerina oder in der sogenannten Plaiv (La Punt, Madulain, Zuoz): Loipen soweit das Auge reicht.

Foto: Filip Zuan (Engadin St. Moritz Tourismus)

Neben der herausragenden Schneesicherheit bietet das Engadin, wie keine andere Destination, weitläufige Hochtäler, teils auf zugefrorenen Seen, die zum anhaltenden und rhythmischen Laufen auf sehr breit gespurten Loipen einladen. Von jedem Dorf ist ein Zugang zum Spurennetz sichergestellt, teils auch über die öffentlichen Verkehrsmittel. Verschiedene Hotels haben sich akribisch auf Sportler und speziell Langläufer eingestellt, etwa das Hotel Müller in Pontresina, das Parkhotel Margna in Sils oder das Cresta Palace in Celerina. www.engadin.ch


Obergoms – der Bahn entlang

Die Walliser Region Obergoms spezialisiert sich seit Jahren auf den Langlauftourismus und offeriert ein Loipennetz von 90 Kilometern für Skater und Klassisch-Läufer, das die ganze Wintersaison fast rund um die Uhr präpariert wird. Die hochwertige Loipenqualität zieht auch diverse Rennveranstaltungen an, von Nachwuchsläufen über den Gommer Skimarathon bis zu internationalen FIS-Rennen.

Foto: Christian Pfammatter

Speziell ist vor Ort auch, dass im Loipenticket ein Zugticket integriert ist. Sämtliche zwölf Ortschaften der Region liegen direkt am Loipennetz. Auch die Obergomser Hotellerie richtet sich voll auf den Langlaufsport aus. Fast alle Hotels verfügen über Skiraum, Wachstisch etc. www.obergoms.ch


Jura – riesiges weisses Netz

Als feine Perle für Freunde des gepflegten Langlaufsports hat sich die Region Jura einen Namen gemacht. Insgesamt rund 300 gespurte Loipenkilometer ziehen sich durch ein Gebiet, welches den Berner Jura, die Neuenburger Alpen und die landschaftlichen Erhebungen rund um Biel umfasst. Höchster Punkt ist der Chasseral im Berner Jura auf 1606 Metern über Meer, wo sich viele ambitionierte Läufer oft schon im Spätherbst die Frühform für eine erfolgreiche Saison holen.

Foto: Christof Sonderegger

Ende November sind die ersten Streckenabschnitte in der Regel gespurt und präpariert. In Magglingen wird eine beleuchtete Nachtloipe bis jeweils 22 Uhr betrieben. Dort befindet sich auch eine der beliebtesten Unterkünfte bei Langläufern, das Bed & Breakfast Lonywood. www.j3l.ch


Tiroler Zugspitzarena – Laufen mit Panoramablick

Wunderbare Loipenparadiese gibt es auch in den Nachbarländern. In Tirol in Österreich gilt die Olympiaregion Seefeld als unbestrittene Marktführerin. Weniger bekannt ist das Tourismusgebiet Zugspitz Arena. Die Destination präpariert im Winter ein stattliches und kostenloses Loipennetz von 130 Kilometern, von dem man weitestgehend einen grandiosen Panoramablick auf die Zugspitze geniesst.

Foto: M. Aletsee (Zugspitz Arena Bayern-Tirol)

Für Anfänger und Genussläufer verbindet eine flache Loipenstrecke dem lokalen See entlang über 20 Kilometer die beiden Ortschaften Ehrwald und Heiterwang. Auch eine kurze Rundloipe von 2,5 Kilometern Länge ist vorhanden. Für die sportlich ambitionierten Läufer bietet die Ponöfenloipe das perfekte Terrain. Sie verläuft direkt unter dem Wettersteinmassiv, verfügt über einige Steigungen und zeichnet sich durch einen Kontrast von romantischem Bergwald und schroffen Felswänden aus. www.zugspitzarena.com


Galtür – für Gipfelstürmer

Auch weniger bekannt und gleichwohl sehr attraktiv ist der kleine aber feine Langläufertreffpunkt Galtür, gleich neben Ischgl gelegen. Im einzigen Luftkurort Tirols warten in einer schneesicheren Höhenlage satte 74 Loipenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden. Ein Leckerbissen für sportlich-ambitionierte Läufer ist zum Beispiel die Höhenloipe Silvretta – Bielerhöhe über 18 Kilometer mit einem Höhenunterschied von über 400 Metern. www.galtuer.com

Foto: TVB Paznau-Ischgl


Mieminger Plateau – perfekt für Einsteiger

Rund eine halbe Stunde von Innsbruck entfernt liegt die Ferienregion Mieminger Plateau. Wie es der Name «Plateau» sagt, gehen die total 80 täglich präparierten Loipenkilometer relativ flach dahin und führen über weite Wiesen und Lärchenwälder. Die Einstufung «leicht» und «mittel» spricht besonders auch Neueinsteiger in den Langlaufsport an.

Foto: Mieminger Plateau

Rund 2000 Sonnenstunden im Jahr sorgen oft für ein prächtiges Ambiente auf den kostenfrei nutzbaren Loipen. Sogar ein Skibus steht entlang des gesamten Streckennetzes zur Verfügung. Als beliebte Unterkunft für Langläufer hat sich das lokale Hotel Alpenresort Schwarz etabliert, das neben Wachsservice und einem direkten Draht zu Langlauflehrern auch über einen eigenen Skiverleih verfügt. www.miemingerplateau.com


Livigno – für die Frühform

Für ungeduldige Langlauffans empfiehlt sich ein Abstecher in das zur italienischen Lombardei gehörende Livigno, direkt an der Schweizer Grenze. Das dort fein präparierte 30-Kilometer-Loipennetz ist teilweise schon ab Mitte Oktober befahrbar. Grund ist die sogenannte «Snowfarming-Technik», bei der jeweils Schnee aus dem Vorwinter unter einer geothermischen Hülle konserviert wird. Der Trick hat Livigno zum beliebten Frühtrainingsort für Spitzenlangläufer aus diversen Nationalteams gemacht. Livigno zelebriert den Langlauf ferner mit verschiedenen Volksrennen und - events, bei denen sich alle Altersklassen im sportlich-spassigen Wettkampf messen können. www.livigno.eu

Foto: Samuel Confortola


Ein Beitrag von Travelcontent.

Erstellt: 27.11.2019, 16:17 Uhr

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