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Nicht jede will Erste sein

In der Kletterszene geistert eine neue Abkürzung herum: FFA – First Female Ascent. Doch ist die erste Wiederholung einer Route durch eine Frau heute überhaupt noch erwähnenswert?

Die Frauen haben längst zu den Männern aufgeschlossen: Nina Caprez in ihrem Projekt La Reina Mora (9a). Foto: Aurora Photos, Keystone
Die Frauen haben längst zu den Männern aufgeschlossen: Nina Caprez in ihrem Projekt La Reina Mora (9a). Foto: Aurora Photos, Keystone

Als die Amerikanerin Paige Claassen die Route The Bleeding, eine 8c im US-Bundesstaat Utah, als erste Frau kletterte, war das der Beginn einer Kontroverse in der Kletterszene. Claassen war es nämlich schlicht egal, dass sie die erste Frau war, die diese Route geschafft hatte. Sie wollte nicht von einem «FFA» reden. Die Abkürzung steht für First Female Ascent und bezeichnet neuerdings die erste Frauenbegehung einer Route, die zuvor nur von Männern geklettert worden war (früher stand FFA für First Free Ascent). «Manche Frauen finden diese Bezeichnung motivierend. Ich persönlich denke aber, dass First Female Ascents irrelevant sind», meinte Claassen.

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