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Eine fast vergessene Diva

Das Ärmighorn ist ein Voralpengipfel, an dem Klettergeschichte stattfand. Und doch geriet es in Vergessenheit. Umso mehr lohnt sich ein Besuch.

Die erste Seillänge in der Südwand-Route “Chalt und Neu” (6b): von der Sonnenterrasse gehts gleich steil los.
Die erste Seillänge in der Südwand-Route “Chalt und Neu” (6b): von der Sonnenterrasse gehts gleich steil los.
Bernard van Dierendonck
Aaron Coulin in der kräftigen Schlüsselstelle in der Wandmitte.
Aaron Coulin in der kräftigen Schlüsselstelle in der Wandmitte.
Dominik Oswald
Abstieg: rein in die saftigen Weiden, rein in den Nebel.
Abstieg: rein in die saftigen Weiden, rein in den Nebel.
Bernard van Dierendonck
Weit unten liegt der Ort Mitholz. Von dort wurde bis 2001 eine kleine Seilbahn bis auf die Alp Giesene betrieben. Seit sie geschlossen ist, geht man den weiten Weg zu Fuss.
Weit unten liegt der Ort Mitholz. Von dort wurde bis 2001 eine kleine Seilbahn bis auf die Alp Giesene betrieben. Seit sie geschlossen ist, geht man den weiten Weg zu Fuss.
Bernard van Dierendonck
Abseilen über die Südwand.
Abseilen über die Südwand.
Bernard van Dierendonck
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Voralpengipfel haben es nicht leicht. Sie klingen wie Vorspiel, Hauptprobe oder Übungsgelände, bevor man sich in die richtigen Alpengipfel mit Wechten und Gletschern wagt. Und manchmal gehen sie sogar fast vergessen – so erging es dem Ärmighorn. Schon lange ist die ­Seilbahn zur beschaulichen Alp Giesene nicht mehr in Betrieb, weshalb man den ganzen Weg von Mitholz im Tal zu Fuss hochsteigen muss, bis man endlich die rund 200 Meter hohe Südwand klettern kann, die auf einem Vorgipfel des Ärmighorns endet. Früher wurde diese Wand rege besucht, heute verirrt sich immer seltener eine Seilschaft hier hoch. Dabei ist der Kalkfels wunderbar strukturiert, bietet grosse Griffe, die Schwierigkeiten sind meist anhaltend und angenehm fordernd.

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