6 Spa-Trends für 2019

Waldbaden, Edelmetall-Behandlung oder Medical Wellness: Welche Wellness-Angebote dieses Jahr besonders gefragt sind.

«Shinrin-Yoku» ist eine aus Japan stammende Praktik des Waldbadens. Foto: iStock

«Shinrin-Yoku» ist eine aus Japan stammende Praktik des Waldbadens. Foto: iStock

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Wer an Spa und Wellness denkt, denkt unweigerlich an Begriffe wie Erholung, Entspannung, Massage oder Sauna. Wellness, englisch für Wohlbefinden, ist eine Aktivität, welcher Menschen schon seit Urzeiten nachgehen. Heilbäder und Kurorte gibt es seit Jahrhunderten. Und doch darf man sagen, dass die Wellnessbranche in den letzten Jahren mehr denn je gewachsen ist, weil wir in der hektischen modernen Zeit immer mehr auf der Suche nach Erholung und Ruhe sind – und dies in immer neuer Form. So gesehen unterliegt das Wellness-Geschäft stets auch neuen Trends.

Diejenigen für das Jahr 2019 deuten auf ein «back to the nature» hin: «Die Gäste machen ihre Wahl des Spa-Hotels immer mehr von Faktoren wie der Nähe zu einem Wald sowie von der Art der Behandlung abhängig», erklärt Kestutis Ramanauskas, Direktor des Health Resorts in Druskininkai, der litauischen Spa-Stadt mit jahrhundertealter Wellnesstradition. Ihm zufolge werden folgende fünf Trends im kommenden Jahr noch weiter an Bedeutung gewinnen:

1. Spacation

In einem Spa-Hotel Ferien machen und dort tägliche Behandlungen geniessen? Herrlich! Spa-Hotels bieten spezielle Ferienangebote für Gäste an, welche mehr als nur ein paar Tage bleiben. Dieses Angebot kann Freizeitaktivitäten, gesundheitsfördernde Aktivitäten und authentische Gourmet-Erlebnisse beinhalten. Das Aman Resort Le Melezin in den französischen Alpen bietet beispielsweise exklusive Angebote an, welche zusätzlich zum Spa-Aufenthalt einen Skipass, Yogastunden, Abendessen und Spa-Behandlungen umfassen. Bei der Buchung eines Aufenthaltes im finnischen Spa-Hotel Kalevala kann die Massage und Sauna auch in Kombination mit Schneemobil-Touren und anderen aufregenden Aktivitäten gebucht werden.

2. Waldbaden

«Shinrin-Yoku» ist eine aus Japan stammende Praktik des «Waldbadens» und ist in Japan allgemein anerkannt und wird sogar staatlich gefördert. Mittlerweile gibt es über 60 Waldheilungszentren, in denen man unter Anleitung von geschulten Shinrin-Yoku-Guides in den Wald eintauchen kann, um sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu stärken. Im Grunde genommen geht es bei dieser Therapie darum, den Wald auf eine neue Art und Weise zu entdecken; es ist also nicht ein Baden im herkömmlichen Sinn. Die Forschung zeigte, dass der Wald eine wohltuende Wirkung auf Körper, Geist und Seele hat.

Das Waldbaden reduziert nachweislich den Cortisonspiegel, lindert Depressionen, baut Stress ab und wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus. Auch in Druskininkai wird diese Art der Therapie angeboten, und die wunderschönen litauischen Pinienwälder sind optimal, um einen ausgedehnten Spaziergang oder eine Fahrradtour zu unternehmen und seinem Körper etwas Gutes zu tun.

3. Spa für Kinder

In den letzten Jahren sind Kinder dem Beispiel ihrer Eltern gefolgt und haben sich für Spa-Aufenthalte begeistern lassen. Dieser Trend scheint nicht abzuflauen. Laut der International Spa Association bieten in den USA mehr als die Hälfte aller Spa-Hotels Pakete für Familien, Jugendliche und Kinder an – europäische Spa-Hotels folgen diesem Beispiel zunehmend. In den Resorts werden kinderfreundliche Bereiche errichtet, sodass die Kinder auch unterhalten werden, während sie etwas Gutes für ihre Gesundheit tun. Das Grand Resort Bad Ragaz verfügt sogar über einen Spa-Bereich, den die Erwachsenen mit den Kindern teilen. Das Spa-Programm für Kinder beinhaltet Honig- und Schokoladenmassagen, eine Maniküre und eine Happy-Foot-Behandlung.

4. Hitze und Schlamm

Bereits seit Jahrhunderten gibt es Entspannungs- und Rehabilitationsmassnahmen. Hammam, Schlammtherapien und Saunen gewinnen wieder an Bedeutung, da die Menschen die gesundheitlichen Vorteile dieser Behandlungsarten wiederentdecken. Innovative Spa-Resorts machen diese Verfahren zu luxuriösen und einzigartigen Erlebnissen, indem sie lokal angebaute Kräuter, ätherische Öle und hochwertige Kosmetika verwenden. Spa-Liebhaber sollten sich einen Besuch im Erholungs- und Gesundheitszentrum Aqua in Druskininkai nicht entgehen lassen. Das Zentrum bietet eine Vielfalt an traditionellen Behandlungen und Therapien, bei denen natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden.

Auch die Benutzung von Infrarotsaunas erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Diese speziellen Saunen erwärmen nicht die Luft, sondern den Körper von innen heraus. Hier dringt die Wärme tiefer ein, was zu einer intensiveren Entgiftung, Entspannung, verbesserter Durchblutung und letztlich besseren Haut führt. Das Kulm Hotel St. Moritz beispielsweise verfügt über solche speziellen Infrarotkabinen.

5. Behandlung mit Edelmetallen und Steinen

Heilende Eigenschaften von Edelmetallen und Steinen wie Silber, Gold und Bernstein werden zunehmend (wieder) entdeckt und bei Gesundheits- und Schönheitsverfahren angewendet. Silber-Ionen-Bäder beispielsweise sollen das Wohlbefinden und das Hautbild verbessern. Körper und Geist können sich bei einem solchen Bad entspannen, die Müdigkeit wird reduziert und das Energiegleichgewicht wiederhergestellt. Bernstein gibt bei richtiger Temperatur Bernsteinsäure an die Umwelt ab, welche das Nervensystem beeinflusst und den Stressabbau fördern kann. Gold sorgt für eine strahlende Haut, und aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaft wird Gold sogar für die Behandlung von verschiedenen Hautkrankheiten und Infektionen eingesetzt.

In türkischen Resorts wie dem Aqua Fantasy besteht die Möglichkeit, in den Genuss einer Massage mit Goldpulver zu kommen. Bernstein wird in Osteuropa häufig für Spa-Behandlungen verwendet. Das Grand Spa Lietuva in Litauen lädt seine Gäste ein, Massagen und Peelings mit Bernstein auszuprobieren – anschliessend wird noch ein stärkender Bernstein-Tee offeriert.

6. Medical Wellness

Ein Segment, das derzeit auch hierzulande immer mehr Beachtung findet, ist die sogenannte Medical Wellness. Sie verbindet klassische Angebote von Saunen über Massagen bis zu Kosmetikbehandlungen mit medizinischen Dienstleistungen. Schweiz Tourismus führt aktuell neun Betriebe als «Medical Wellness Hotels» auf; dazu gehört das 2016 eröffnete Deltapark Vitalresort in Gwatt bei Thun (BE). Nun wartet das Vier-Sterne-Superior-Haus mit einem neuen Angebot auf: Im Dezember 2018 eröffnete der Deltapark ein Institut für ästhetische Medizin. «Wir wollten damit gezielt präventive und kurative Elemente miteinander verbinden, etwa mit spezifischen Laserbehandlungen», so Hoteldirektor Mirco Plozza. Die neue Zusammenarbeit biete Synergien und sich ergänzende Angebote, «mit denen wir dafür sorgen können, dass sich Lebensgenuss, Gesundheit und Schönheit ideal miteinander verbinden. Wir bezeichnen das gerne als Better-Aging», sagt Mirco Plozza weiter.

Die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden werden mit Beratungsgesprächen und ärztlichen Untersuchungen ermittelt und danach definiert, ob eine Behandlung mit sogenannten Botulinumtoxinen wie Botox, mit Hyaluronsäure oder mit Laser sinnvoll ist. Unter anderem arbeitet das Institut mit dem Laser «Thunder», der 2018 an der Pariser Fachmesse «Imcas» als weltbester Laser zur definitiven Haarentfernung ausgezeichnet wurde. Der Multifunktions-Laser kommt im ästhetisch-medizinischen Bereich schweizweit bisher nur im Deltapark Vitalresort zum Einsatz. (Travelnews)

Erstellt: 12.02.2019, 20:40 Uhr

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