Asiatische Trendstädte abseits der Metropolen

Bangkok und Tokio kennen alle. Andere asiatische Städte hingegen sind weniger bekannt – aber trotzdem attraktiv.

Rangun war lange nicht auf der touristischen Landkarte. Jetzt boomt die Hauptstadt Myanmars. Foto: Istock

Rangun war lange nicht auf der touristischen Landkarte. Jetzt boomt die Hauptstadt Myanmars. Foto: Istock

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Die vietnamesische Hauptstadt mit ihren rund 6,5 Millionen Einwohnern ist vor allem für asiatische Touristen attraktiv, sagt Stephan Roemer, Inhaber des auf Asien spezialisierten Reiseanbieters Tourasia in Wallisellen ZH. «Denn Hanoi verfügt als eine der letzten asiatischen Grossstädte über eine intakte Altstadt.» Diese stammt aus der französischen Kolonialzeit, vorwiegend aus den 1920er-Jahren. Auch westliche Touristen mögen die spezielle Atmosphäre in dieser Stadt, die auch durch Millionen von Motorfahrrädern geprägt wird.

Christoph Infanger, Lead Product Manager Asia von der zu Hotelplan Suisse gehörenden Travelhouse, schwärmt ebenfalls von der rastlosen Altstadt Hanois, die Tag und Nacht lebe; «und auch kulinarisch lässt Hanoi nichts zu wünschen übrig. Coole Skybars und tolle Restaurants bieten typisch vietnamesische Speisen.»

Hanoi hat aber auch eine ruhigere Seite. In den attraktiven Parkanlagen kann man sich zwischendurch eine Verschnaufpause gönnen und am Wochenende sind die Strassen rund um den Hoan-Kiem-See sogar autofrei. «Die volksfestliche Stimmung passt ideal, um am Ufer ein Hoi-Bier zu geniessen oder auf einem Plastikstuhl die landestypische Suppe Pho zu schlürfen», so Christoph Infanger.

Luang Prabang, Laos

Die Kleinstadt Luang Prabang im Norden von Laos ist eine der am besten erhaltenen historischen Städte Südostasiens. «Die ehemalige Königsstadt verfügt über viel Charme, ist klein und übersichtlich und daher perfekt für Entdeckungen mit dem Velo oder zu Fuss geeignet», sagt Claudia Spring, Product Manager bei Asia365, dem Asienspezialisten von DER Touristik Suisse. Die Mischung aus traditionellen Holzhäusern, kolonialen Gebäuden, Hinterhöfen und dutzende spektakulären Tempelanlagen lade zum entschleunigten Genuss ein. Weitere Highlights: Der Nachtmarkt direkt am Mekong und der Panoramablick vom Phousi Hügel. Stephan Roemer schätzt an Luang Prabang, dass hier alles «total entspannt und viel gemächlicher», zu und her gehe als in anderen asiatischen Städten. Es sei daher kein Wunder, dass sich die Stadt am Zusammenfluss des Mekong und des Nam Khan als «das Mekka der Traveller, der Individualreisenden» einen Namen gemacht habe.

Fukuoka und Nagasaki, Japan

Fukuoka (1,6 Millionen Einwohner) und Nagasaki (400‘000), das am Ende des Zweiten Weltkriegs durch eine US-Atombombe zerstört wurde, liegen auf der südlichsten japanischen Insel Kyushu. Beide befinden sich direkt am Meer, das gemäss Stephan Roemer auch zur Erholung genutzt wird. Beide Städte zeichnen sich durch eine «superschöne Architektur» aus. Das Leben sei hier völlig anders als in Tokio, erklärt Roemer: «Die Menschen sind viel relaxter; sie sind sozusagen die Italiener Japans. Und die Küche ist noch etwas akzentuierter als in Tokio. Viele kleine Strassencafés laden zum Verweilen und Geniessen ein, und man kann in gediegenen Hotels am Meer übernachten.»

Kochi, Indien

Fotos: Pixabay

«Kochi weiss mit seiner Lage am Meer, einer charmanten Altstadt, eindrücklichen Kolonialbauten und kultureller Vielfalt zu gefallen», sagt Claudia Spring von Asia365. Darüber hinaus sei die Stadt an der südindischen Malabarküste erstaunlich sauber. Klassische Höhepunkte eines Besuches sind die Besichtigung des in der Mitte des 16. Jahrhunderts von Portugiesen erbauten Mattancherry Palastes mit seinen bemerkenswerten Fresken, die Franziskanerkirche, die Grabstätte des berühmten Seefahrers Vasco da Gama und die älteste von Europäern erbaute Kirche Indiens.

Georgetown, Penang, Malaysia

Nicht nur die koloniale Architektur, sondern auch die pulsierende Chinatown und die modernen Glastürme prägen das Bild von Malaysias zweitältester Stadt. Die Insel Penang ist in erster Linie berühmt für die historische Altstadt von Georgetown, die UNESCO-Weltkulturerbe ist, für koloniales Erbe und schmackhaftes Essen. Wenig bekannt ist hingegen eine kleine, feine Ecke Natur – der Penang Nationalpark. «Versteckte Buchten, Mangroven und eine artenreiche Flora warten darauf, entdeckt zu werden. Am Abend locken die Köstlichkeiten der Garküchen am Gurney Drive», sagt Christoph Infanger von Travelhouse. Die Insel Penang ist dank zweier Brücken mit dem Festland verbunden.

Rangun (Rangun), Burma

Die grösste Stadt von Burma mit etwa fünf Millionen Einwohnern war «jahrelang nicht auf dem touristischen Radar», wie Stephan Roemer weiss, hat seither aber einen Boom erlebt. Früher bekam man Besuchervisa nur für eine Woche; jetzt können die Bürger zahlreicher Staaten visafrei oder mit Visumerteilung am Flughafen einreisen, darunter auch Schweizer. Die touristische Infrastruktur hat sich dank neuer Hotels wesentlich verbessert. In Rangun ist vor allem die überwältigende Tempelanlage mit der riesigen goldenen Shwedagon-Pagode einen Besuch wert.

Welche asiatische Stadt hat Sie positiv überrascht und ist unbedingt einen Besuch wert? Diskutieren Sie mit!

Erstellt: 23.08.2019, 14:56 Uhr

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