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Die Melancholie des nordischen Sommers

In Finnisch-Lappland lockt die letzte authentische Wildnis Europas. Sie bildet die Kulisse für urige Typen, domestizierte Rentiere und kulinarische Erlebnisse wie geräucherten Lachs oder Elchragout.

Wälder und Seen, soweit das Auge reicht: Finnisch-Lappland bietet sich für ausgedehnte Streifzüge durch die Wildnis an. Foto: Denis Caviglia (Laif)
Wälder und Seen, soweit das Auge reicht: Finnisch-Lappland bietet sich für ausgedehnte Streifzüge durch die Wildnis an. Foto: Denis Caviglia (Laif)

Der Mann, der uns aufs Fjäll geführt hat, denkt grosszügig. «Wäre die Luft klarer», behauptet Eero Fisk, «sähe man von hier oben bis nach Russland.» Der Blick schweift über die grüne Sommerlandschaft Finnisch-Lapplands, hangabwärts wirkt der Wald klein und zerzaust, besteht nur aus wind- und kälteresistenten Sträuchern. Weiter unten wird er immer dichter und höher: Kiefern, Fichten, Birken verschmelzen zu einer einzigen grünen Masse, durchbrochen von kahlen Bergen, den Fjälls. Das raue Klima sorgt dafür, dass die Vegetation nördlich des Polarkreises ab 350 Metern über Meer kaum mehr überleben kann. «Hier seht ihr die letzte authentische Wildnis Europas», legt Eero nach. Er hat uns von Luos­to hierher eskortiert und zeigt, wie man mit Harz Schnittwunden verarztet oder welche Bäume vom Rentier besonders gern angeknabbert werden.

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