Hochspannend für Entdecker

Es fehlt ihnen die Geschichte Roms oder die Coolness von London. Aber auch Städte aus der zweiten europäischen Liga sind voller Reize. Fünf Tipps für City-Hopper.

The Hemispheric in Valencia: Futuristische Architektur von Calatrava. Foto: Getty

The Hemispheric in Valencia: Futuristische Architektur von Calatrava. Foto: Getty

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

ValenciaDie Architektur-Bühne

Spätestens seit Stararchitekt Santiago Calatrava für seine Heimatstadt ein futuristisch-cooles Ensemble aus verschiedenen Gebäuden in das ausgetrocknete Flussbett des Turia setzte, gilt Valencia als Architekturmekka. Calatravas «Stadt der Künste und Wissenschaften» hat der landseitig von Orangenplantagen gesäumten Nummer 3 unter Spaniens Metropolen gutgetan. Auch die historischen Perlen Valencias profitieren vom frischen Wind, der jetzt hier weht: In die zahlreichen Jugendstilhäuser ist eine moderne Restaurant- und Barszene gezogen. Entspannend: Wer genug von Kunst und Kultur hat, nimmt ein Sonnenbad am Stadtstrand.
www.visitvalencia.com

BelfastFilmreifer Untergang

Die Fantasy-TV-Serie «Game of Thrones»? Gedreht in den Titanic Studios von Belfast. Der «Untergang der Titanic»? Jeden Tag neu inszeniert in Belfast. Wer die nordirische Hauptstadt nur mit dem blutigen Unabhängigkeitskampf der IRA in Verbindung bringt, kommt Jahre zu spät. Heute ist die 340'000 Einwohner zählende Stadt ein friedliches und ungemein kreatives, pulsierendes Terrain. Dem Luxusdampfer, der bei seiner Jungfernfahrt im April 1912 im Meer versank, hat Belfast ein Denkmal gesetzt – in Form eines spektakulären Titanic-Themen-Parks. Er liegt auf dem Gelände der früheren Werft Harland & Wolff, auf der das Schiff entstand, und ist zum Zentrum des neuen Stadtviertels Titanic Quarter geworden. Hier liegt mit den Titanic Studios eines der grössten Filmstudios Europas.
www.visitbelfast.com

TrondheimNordisches Sightseeing

500 Kilometer nördlich von Oslo liegt die ehemalige Hauptstadt Norwegens. Eine königliche Anmutung kann Trondheim nicht verleugnen. Im Mittelalter lag hier auch das religiöse Zentrum des Landes. Trondheim war ein wichtiger Wallfahrtsort für Nordeuropa. Beeindruckendes Zeugnis ist der Nidarosdom. Die romanische, später gotische Kathedrale ist eine der bedeutendsten Kirchen Norwegens. Über die Gamle Bybroen, die alte Stadtbrücke, gelangt man vom Dom zum Stadtteil Bak­klandet, der im 17. Jahrhundert entstand. Die kleinen Holzhäuser, viele bunt gestrichen, sind heute zusammen mit den Flussspeichern ein beliebtes Sightseeing-Ziel. Das Viertel mit seinen Vintage- und Designläden, Restaurants, Pubs und Cafés macht Lust auf einen Bummel. Ausgefallen: das Rockheim, das nationale Museum für Pop- und Rockmusik.
www.trondheim.com

PalermoErstaunlich beruhigt

Dottore Pasquale trägt Rauschebart, ist Fan der in die Serie B abgestiegenen US Palermo und spricht lupenreines Bayerisch. Der 30-Jährige führt Touristen durch Palermo, was neuerdings ein Luxus ist: Nach 10 Uhr bleibt das Zentrum der fünftgrössten italienischen Stadt verkehrsberuhigt –man braucht als unbegleiteter Fremder nicht mehr um sein Leben im Verkehrschaos zu fürchten. Die sizilianische Metropole ist nun eine ganz entspannte Stadt mit dem umwerfenden Opernhaus, der majestätischen Kathedrale Maria Santissima Assunta, vielen pittoresken Gassen und einer originellen Interpretation von Fast Food. Arancini, frittierte Reiskugeln, werden in unzähligen Varianten serviert, etwa mit Avocado und Mozzarella. Und sie stammen bestimmt nicht aus dem Tiefkühler. In Pasquales Lieblingslokal kann man dem Küchenchef zusehen, wie er flink die leckeren Kügelchen formt und in heisses Öl taucht.
www.palermo.it

KrakauÜberranntes Juwel

Zur vollen Stunde richten sich die Blicke hoch zum Nordturm der Marienkirche. Ein Turmwächter erscheint und bläst mit der Trompete das berühmte Hejnal-Signal, viermal, in jede Himmelsrichtung. Der Mann warnt nicht vor Mord und Mongolen wie im Mittelalter, sondern möglicherweise vor dem Kollaps: Die Billigtouristen, die mit Ryanair, Easyjet und Co. einfliegen, bringen die zweitgrösste Stadt Polens oft an die Kapazitätsgrenzen.

Immerhin, auf dem gigantischen quadratischen Marktplatz bleibt genügend Raum für den Massenandrang. In beinahe südländischer Ambiance machen sich hier auch viele junge Polen ein paar nette Stunden. Man kann dem Getümmel aber leicht entfliehen und zum Beispiel an der Weichsel eine Velotour unternehmen. Und der relativ steile Anstieg hält die meisten Stadtbummler vom Besuch des imposanten Burgberges Wawel ab. Auf dem Kalkfelsen residierten einst die polnischen Könige. Krakau schuldet seinen Ruf als wuseliges Touristenjuwel nicht nur den billigen Bierpreisen, sondern dem herausgeputzten architektonischen Gesamtkunstwerk aus Mittelalter, Renaissance und Barock.
www. krakow.travel (SonntagsZeitung)

Erstellt: 25.08.2017, 16:11 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Für Selbstständige und KMU

Tragen Sie Ihre Firma im neuen Marktplatz des Tages-Anzeigers ein.

Blogs

Mamablog Die Angst vor dem dritten Kind

Von Kopf bis Fuss Eiweiss ist kein Wundermittel

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Die Welt in Bildern

Hauslieferung: Der Weihnachtsbaum wird direkt zur First Lady Melania Trump und ihrem Sohn Barron Trump ins Weisse Haus geliefert. (20.November 2017)
(Bild: Carlos Barria) Mehr...