Mach mal blau

Blue Hole, Blue Lagoon, Casa Azul, Lago Azzurro – die schönsten Reiseziele in der Himmelsfarbe.

Abtauchen in die Tiefe: Korallen beim Blue Hole im Roten Meer. Foto: Alamy

Abtauchen in die Tiefe: Korallen beim Blue Hole im Roten Meer. Foto: Alamy

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Wer in die Ferien fährt, will kein blaues Wunder erleben, sondern blauen Himmel und blaues Meer sehen. Die SonntagsZeitung stellt eine Weltreise zu den schönsten Orten in Blau vor. Meist ist die Natur Schöpferin der wundersamen Farbgebung, bei vielen Locations hatte aber der Mensch die Hände im Spiel.

Alien mit seltsamen Nasen
Eine Tagesreise mit dem Zug entfernt liegt Graz. In der Hauptstadt der Steiermark wurde vor 15 Jahren das Kunsthaus eröffnet. Es gilt als architektonisches Wahrzeichen und hat einen Spitznamen, der ins Schwarze trifft: «Friendly Alien» (freundlicher Ausserirdischer). Beim Anblick der knallblauen Plexiglashaut mit den seltsamen Nasen auf dem Dach weiss man, warum. www.museum-joanneum.at

Die Badewanne
Die Blaue Lagune nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik ist quasi die grösste natürliche Badewanne der Welt. Ein unterirdischer Vulkan hält die Temperatur des blauen Wassers konstant bei 37 bis 39 Grad Celsius. Selbst bei Flugpassagieren ist die Lagune beliebt: Wer einen längeren Zwischenstopp, etwa auf der Reise von Europa nach Nordamerika, auf Island einlegt, kann mit dem stündlich verkehrenden Shuttlebus schnell hinfahren und ein Bad im Thermalwasser geniessen. Und mit dem Schlamm vom Grund des Naturpools lässt sich herrlich Schabernack treiben. www.icelandair.de

Lagunen, Berge und Rum
Nicht ganz so viele Besucher empfängt die Blue Lagoon auf Jamaika. Sie liegt bei Port Antonio und ist bis zu 55 Meter tief. In der näheren Umgebung können Touristen auch durch die Blue Mountains wandern und die Kaffeeplantagen von Jamaican Blue besuchen. Zudem erhält man auf der Karibikinsel an jeder Ecke Rum, der auch ganz schön blau machen kann. www.visitjamaica.com

Die Stadt der Schlümpfe
Im andalusischen Júzcar sind alle Häuser blau. Und manchmal auch die Bewohner. Die Südspanier verkleiden sich gelegentlich als Schlümpfe, sogar eine Schlumpfhochzeit soll es schon gegeben haben. Eigentlich war die neue Farbe als vorübergehender Werbegag für einen Schlumpffilm gedacht, als ein asiatischer Unterhaltungselektronikriese das Dorf mit 9000 Litern Farbe blau bepinseln liess. Die Einwohner bestanden nach der Kampagne aber darauf, die Blauphase zum Dauerzustand zu erheben. Sie wollen bis ans Ende ihrer Tage blaumachen. www.andalucia.com

Blau im Roten Meer
Ausgerechnet im Roten Meer liegt das bekannteste Blue Hole. Es ist einer der gefährlichsten Tauchspots der Welt. Mehr als 100 Menschen liessen im blauen Loch vor der ägyptischen Küste ihr Leben. Sie versuchten mit fatalen Folgen, durch den 55 Meter tiefen Schlund ins offene Meer zu tauchen. Ähnliche blaue Löcher existieren auch vor Gozo (Malta), Belize, Long Island bei New York und im Südchinesischen Meer. www.egypt.travel

Frida Kahlos Museum
Frida Kahlo kam in der Casa Azul in Coyoacán in Mexiko auf die Welt. Zu Lebzeiten der berühmten Künstlerin war unter anderem der russische Revolutionär Leo Trotzki, Vater der Roten Armee, zu Gast im Blauen Haus. Heute ist es ein Museum, das vom bewegten Leben Frida Kahlos erzählt. www.museofridakahlo.org.mx

Der unbekannte Dichter
Es könnten viele schöne Dinge sein, die der Côte d’Azur ihren Namen beschert haben: der blaue Himmel, das blaue Wasser oder die nahen, blau leuchtenden Lavendelfelder. Verantwortlich ist aber der eher unbekannte Dichter Stéphen Liégeard. Sein namensgebendes Buch «La Côte D’azur» trifft man fast nur noch bei Antiquitätenhändlern. Egal, Neugierige finden eine persönliche Antwort auf die Blau-Frage bei einer Reise an die wohl schönste Küste des Mittelmeeres. www.frenchriviera-tourism.com

Nur für Fussgänger
Man kennt ihn eigentlich nur als Lago di Tenno. Weil der kleine See nördlich des Gardasees aber türkisfarbenes bis himmelblaues Wasser hat, nennen ihn die Einheimischen meist Lago Azzurro. Das Fleckchen Wasser am Fuss des Monte Misone gilt als sauberster See Italiens. Mit dem Auto kommt man nicht an die Gestade, der Zugang bleibt Fussgängern über eine Steintreppe vorbehalten. www.trentino.com

Das Naturwunder
Auch Brasilien hat seinen Lago Azul, der bei Bonito im Südwesten des Landes zu finden ist. Die besten Fotos können Touristen in der Höhle des Sees machen, wo sich die Blautöne mit dem Einfall des Sonnenlichts ständig ändern. Nicht umsonst hat man Bonito derart schmeichelnd getauft. Übersetzt heisst das Städtchen Schön. Und genauso ist auch die Region mit ihren zahlreichen Naturwundern. www.visitbrasil.com

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 02.06.2018, 16:41 Uhr

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