Die freundlichsten Hotels der Schweiz

Aus Gästebewertungen von über 250 Online- und Bewertungsportalen wurden die Sieger erkoren.

Grosses Wellnessangebot und preisgekrönte Küche:
Chasa Montana Hotel & Spa. Fotos: PD

Grosses Wellnessangebot und preisgekrönte Küche: Chasa Montana Hotel & Spa. Fotos: PD

Kategorie Ferienhotel grossChasa Montana, Samnaun
Bei Freunden

«Wir sehen die Gäste nicht als Nummern, sondern als Freunde», erklärt Daniel Eisner. Ein Cüpli und ein Händedruck vom Gastgeber persönlich zur Begrüssung, ein abwechslungsreiches Wellnessangebot und eine preisgekrönte Küche: Im Chasa Montana Hotel & Spa im Engadiner Seitental logieren die zufriedensten Gäste der Schweiz.

Mehrere Hunderttausend Feedbacks aus über 250 Bewertungs- und Buchungsplattformen wurden ausgewertet und bei der Analyse auf Kriterien wie Aufmerksamkeit, Herzlichkeit, Empathie oder Hilfsbereitschaft des Personals geachtet. Seit letztem Dienstag stehen die Gewinner des Prix Bienvenu in fünf verschiedenen Kategorien fest.

«Dass wir ein freundliches und authentisches Hotel sind, wussten wir. Dass es allerdings trotz starker Konkurrenz für den ersten Platz in der Kategorie ‹Ferien­hotel gross› gereicht hat, freut uns wahnsinnig», sagt Hoteldirektor Daniel Eisner. Die Anerkennung kommt nicht von ungefähr. «Ich nehme mir viel Zeit für die Rekrutierung, achte nicht nur auf Fachwissen, sondern auch stark auf ein sympathisches Auftreten.» So ist es kein Zufall, dass immer wieder Quereinsteiger und junge Bewerber eine Stelle im Chasa Montana erhalten. «Ich wähle Mitarbeiter aus, die für den Job brennen, Träume haben und ehrgeizig sind.»

Um die 80 Prozent Stammkunden jedes Mal aufs Neue zu begeistern und gleichzeitig neue Besucher anzulocken, bietet das Chasa Montana Hotel & Spa eine breite Palette an Wellnessangeboten. Es ist eines der wenigen Hotels der Schweiz, in dem die Gäste etwa im Salzwasser schwebend, den Alltagsstress hinter sich lassen können. Die trendige Floating-Therapie ist eine medizinische Behandlung, um in den Zustand einer Tiefenentspannung zu gelangen. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern finden sich zudem vier Pools, sieben Saunen und ein eigener Ladies Spa.

Nach entspannten Wellness-Momenten verwöhnen Küchenchef Bernd Fabian und Sommelier Thomas Monsberger die Gaumen der Gäste. Danach bleibt eigentlich nur noch eins: in die bequemen Betten mit Sicht auf die Samnauner Bergwelt zu fallen und bei wohltuendem Arvenholzduft tief und fest zu schlafen.

Kategorie Luxus-StadthotelFour Seasons Des Bergues, Genf
Tradition und Stil

Im Herzen der Stadt, direkt am Genfersee, thront das 1834 eröffnete Traditionshaus und Prachthotel Four Seasons Des Bergues. Das älteste Luxushotel von Genf und ein historisches Wahrzeichen der Stadt ist das freundlichste Hotel der Schweiz in der Kategorie «Luxus-Stadthotel».

Hinter den neoklassizistischen Fassaden verbergen sich 115 Zimmer und 44 Suiten, die alle eine spektakuläre Aussicht auf die wichtigsten Wahrzeichen Genfs bieten.

Der elegante Spa-Bereich, der vor sechs Jahren komplett saniert und vom Architekten Onur Ozgul designt wurde, lädt zum Entspannen ein. Im zwölfeinhalb Meter langen Schwimmbecken werden die Gäste sogar unter Wasser mit dezenter Musik berieselt. Wer es lieber exotischer mag, kann sich im marokkanischen Hammam verwöhnen lassen. Ein Team von Osteopathen und Physiotherapeuten stellt sicher, dass auch die letzte Verspannung gelöst wird. Verschiedene Gesichts- und Hautbehandlungen sowie ein Besuch beim hoteleigenen Coiffeursalon garantieren für einen perfekten Auftritt.

An der auch bei Einheimischen beliebten Hotelbar serviert Sophie Larrouture die aussergewöhnlichsten Cocktails des Landes. Die Bartenderin hat sich im vergangenen Jahr gegen ihre Mitstreiter durchgesetzt und die Auszeichnung «Beste Bartenderin der Schweiz» gewonnen.

Im Il Lago wird zudem feinste norditalienische Kü­che mit einer erlesenen Auswahl an Weinen angeboten.

Kategorie StadthotelHotel Uzwil, Uzwil
Herzliche Gastlichkeit

Obschon das Hotel Uzwil durch sein stilvolles Ambiente, moderne Zimmer und kulinarische Hochgenüsse überzeugt, so ist es die herzliche Gastlichkeit des engagierten Teams, das dem St. Galler Betrieb den Preis als freundlichstes Hotel der Schweiz in der Kategorie «Stadthotel» einbrachte.

Seit fünf Jahren investiert das Hotel laufend in seine Qualität. In verschiedenen Etappen wurden die über 40 Hotelzimmer renoviert und Restaurant, Küche, Saal, Säli sowie die sanitären und technischen Einrichtungen erneuert. Neben der neu gestalteten Brasserie Allegra und dem Umbau der Tagesbar wurde auch der Tea Room so umgebaut, dass die englische Tea-Time-Tradition wieder frisch auflebt.

Die warmen Farbtöne, edlen Materialien und die frischen Farben schaffen eine behagliche Atmosphäre und eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne. In Zusammenarbeit mit einem Textilunternehmen entstanden zudem vier spezielle Textilzimmer, die mit ausgewählten St. Galler Stoffen ausgestattet wurden.

Küchenchef Donato Gallucci überzeugt mit raffinierten Schweizer Klassikern, französischen Gerichten und ausgewählten Kreationen aus aller Welt. Dabei wird grosser Wert auf die Verwendung regionaler und saisonaler Produkte von höchster Qualität gelegt.

Die zentrale Lage des Hauses eignet sich zudem bestens für Unternehmungen in der Naturlandschaft rund um St. Gallen.

Kategorie Ferienhotel klein und feinHotel Gädi, Grächen
Mit viel Herzblut

Direkt neben der Talstation liegt das Hotel Gädi, von Schweiz Tourismus als freundlichstes Hotel der Schweiz in der Kategorie «Ferienhotel klein und fein» ausgezeichnet.

Der Prix Bienvenu hat bei den Gastgebern und dem ganzen Team für grosse Freude gesorgt. «Wir stecken sehr viel Herzblut in unser Hotel. Umso überwältigender sind die positiven Bewertungen», erklärt Gastgeberin Mélanie Williner. Das Geheimnis des Familienbetriebs, den Williner gemeinsam mit ihrem Mann Martin Brigger führt: «Wir sind als Gastgeber sehr präsent, begrüssen und verabschieden jeden Kunden persönlich.»

Letzten Frühling wurde zudem der gesamte Wellnessbereich modernisiert. Neben einem beleuchteten Whirlpool und einer finnischen Sauna mit Blick auf die Bergwelt findet sich hier das einzige Vitarium von Grächen, mit dessen Mix aus Wärme und Dampf sich Musik-, Licht- und Schmerztherapie verbinden lassen.

Wer mehr über Grächen erfahren möchte, dem bietet sich eine Besichtigung des Dorfes mit dem Schriftsteller und Geschichtsexperten Reinhard Walter an.

Gleich neben dem Hotel wird ausserdem nicht nur etwas für die grossen, sondern auch die kleinen Gäste geboten. In der Märchengondelbahn begleiten Rotkäppchen und das tapfere Schneiderlein die Kinder hinauf auf die Hannigalp. Gleich nach dem Einstieg ertönt die Stimme der Schauspielerin Silvia Jost, welche die jungen Fahrgäste in das Reich der Märchen entführt.

(SonntagsZeitung)

Erstellt: 29.05.2017, 07:35 Uhr

So wurde gewählt

Jedes Hotel in der Schweiz ist automatisch für den Prix Bienvenu qualifiziert. Allerdings werden nur die Hotels berücksichtigt, die mindestens 70 Gästebewertungen erhalten haben und zwei Kriterien erfüllen: Badezimmer und WC in mindestens 90 Prozent der Zimmer sowie eine bediente Réception.

In einem zweiten Schritt wertet die Firma Trust You die Bewertungen aus über 250 Online- und Bewertungsplattformen aus und erstellt eine Rangliste in folgenden Kategorien: Luxushotel (Suvretta House, siehe eigener Artikel), Luxus-Stadthotel, Stadthotel, Ferienhotel klein & fein, Ferienhotel gross (oben).

Zum Schluss besucht ein Jurymitglied die besten drei Hotels je Kategorie persönlich und evaluiert das beste anhand eines Protokolls.

Zur Jury gehören folgende Mitglieder: Jürg Schmid, Direktor Schweiz Tourismus, TV-Moderator Kurt Aeschbacher, Michel Rochat, Direktor Ecole Hôtelière de Lausanne, Monika Bandi, Leiterin Forschungsstelle Tourismus an der Universität Bern, Thomas Allemann von Hotelleriesuisse, Daniel C. Jung, Vizedirektor Gastro Suisse, Marcel Bührer, CEO Swisscard AECS, und Arthur Rutishauser, Chefredaktor SonntagsZeitung und «Tages-Anzeiger».

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