Ferien auf dem Gipfel

Diese sieben Hotels auf Schweizer Berggipfeln sind im Winter ideale Rückzugsorte.

Faszinierender Ausblick vom Berghaus Diavolezza in Pontresina GR. Foto: Engadin.ch

Faszinierender Ausblick vom Berghaus Diavolezza in Pontresina GR. Foto: Engadin.ch

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Winter in den Bergen ist eine ganz besondere Zeit. Wir reden hier nicht vom Massen-Skitourismus, von künstlich beschneiten und maschinell präparierten Pisten, sondern von der Magie der Berggipfel, von opulenten Sonnenuntergängen, eiskalten, klaren Sternennächten, romantischen Kaminfeuern und beglückenden kulinarischen Erlebnissen. Hier sind sieben Schweizer Gipfel-Hotels, die das besondere Winter-Erlebnis garantieren.

Romantik Hotel Muottas Muragl, Samedan GR

Das Hotel mit seinen 16 Zimmern und einer riesigen Terrasse liegt am spektakulärsten Aussichtspunkt des Engadins auf fast 2500 Metern Höhe. Es wurde vor wenigen Jahren komplett renoviert. Dank innovativem Energiekonzept produziert das Hotel mehr Energie als es benötigt und hat dafür eine Reihe von Preisen eingeheimst.

In erster Linie aber ist das Romantik Hotel der perfekte Rückzugsort für Verliebte und für Ruhesuchende. Wer kulinarische Freuden mag, kommt im modernen Restaurant Scalta ebenfalls auf die Rechnung. Man erreicht das Haus nach einer 10-minütigen Fahrt mit der Muottas Muragl-Bahn. 1905 bis 1907 erbaut, war sie die erste Standseilbahn im Oberengadin. Die roten Wagen, noch heute im Einsatz, sind auch schon fast 60 Jahre alt.

Foto: Chrisof Sonderegger


Hotels Pilatus-Kulm, Kriens LU

Nah bei Luzern und doch weitab von der Welt: Das historische, denkmalgeschützte Berghotel Pilatus-Kulm auf 2132 Metern Höhe wurde 1890 erbaut und 2010 komplett saniert. Es verfügt über 27 Doppelzimmer und drei Junior-Suiten, alle mit überragender Sicht auf das Alpenpanorama und den Vierwaldstättersee. Man erreicht den Pilatus-Gipfel entweder mit der Standseilbahn ab Alpnach-Stad OW oder mit der Gondelbahn von Kriens auf die Fräkmüntegg und fährt von dort mit einer Luftseilbahn auf den Gipfel. Mehrere Restaurants und Bars sorgen für das leibliche Wohl.

Foto: Rainer Eder (Swiss Image)


Berghaus Männlichen, Grindelwald BE

Erstmals im Winter geöffnet ist das Berghaus Männlichen, und zwar vom 14. Dezember 2019 bis 13. April 2020. Zwar ist der Männlichen mit 2342 m ü. M. viel weniger hoch als die umliegenden Eiger, Mönch und Jungfrau. Doch hat man vom Männlichen aus eine der besten Aussichten auf das mächtige Berner Oberländer Dreigestirn. Diese Aussicht kann man von allen 14 Zimmern des Berghauses geniessen. Zudem wurde das Restaurant soeben komplett renoviert. Der Männlichen ist von Wengen aus mit einer Luftseilbahn, von Grindelwald aus mit der Gondelbahn erreichbar.

Foto:ZVG


Kulmhotel Gornergrat, Zermatt VS

Hier ist die Luft besonders dünn: Das Hotel Gornergrat liegt auf 3100 Metern über Meer und dürfte eines der höchstgelegenen der ganzen Alpen sein. Nachts, unter dem klaren Sternenhimmel, ist die Einsamkeit hier total; tagsüber hat man eine unglaubliche Sicht auf die umliegende, grandiose Bergwelt. 22 Zimmer im zeitgenössischen alpinen Stil bieten Ausblicke auf nicht weniger als 29 Viertausender, unter ihnen das Matterhorn und der Montblanc. Exklusiv ist die luxuriöse Turmsuite mit Rundfenstern.

Zum 1907 erbauten, ehrwürdigen, aber stets auf dem neusten Stand gehaltenen Haus gehören ein Stellarium, ein Shopping-Bereich, eine Panorama-Terrasse, ein Gourmet- und ein Selbstbedienungs-Restaurant. Von Zermatt aus erreicht man das Kulmhotel in knapp 40-minütiger Fahrt mit der Gornergrat-Bahn.

Foto: Matthias Getto (ZVG)


Berghaus Diavolezza, Pontresina GR

Wenn die letzte Bahn Richtung Tal fährt, kehrt im Berghaus Diavolezza auf 3'000 Metern Höhe die totale Ruhe ein. Wer jetzt hier oben verweilt, lässt sich von der Abendstimmung und den einzigartigen Lichtspielen verzaubern.

Man kann sich im À-la-carte-Restaurant Bellavista verköstigen, im «Diavolezza-Stübli», im Self-Service-Restaurant oder, von einem kuscheligen Schaffell warmgehalten, auf der Terrasse. Die Speisekarte bietet traditionelle, regionale Bündner und Veltliner Spezialitäten. Zur Auswahl stehen Doppelzimmer wie auch Mehrbettzimmer. Man erreicht das Berghaus mit einer ganzjährig operierenden Kabinenseilbahn, deren Talstation an der Haltestelle Diavolezza der Berninabahn liegt.

Foto: Engadin.ch


Rigi Kulm-Hotel, Arth SZ

Die Aussicht von der Rigi ist legendär – vor allem von der ausladenden Terrasse des Rigi Kulm-Hotels. Die Rundumsicht auf 1800 m ü. M. präsentiert die unglaubliche Zahl von 125 Alpengipfeln und 13 Seen. Auch die Stadt Luzern flimmert weit unten am Ende des Vierwaldstättersees.

Auf Rigi-Kulm wurde schon 1816 das erste Hotel gebaut, lange bevor der berühmte Gipfel durch Zahnradbahnen ab Vitznau LU und Goldau SZ erschlossen wurde. 1875 entstand hier ein Grand Hotel mit 300 Betten. An seine Stelle trat Anfang der 1950er-Jahre das heutige, viel bescheidenere Haus mit 33 Zimmern. Sie sind vor kurzem renoviert worden, haben Parkettböden und erstrahlen in den Farben des Sonnenaufgangs. Den Hotelgästen steht ein A-la-carte-Restaurant zur Verfügung; Tagesausflügler können sich im Selbstbedienungsrestaurant verpflegen.

Foto: Jan Geerk (Swiss Image)


Historisches Alpinhotel Grimsel Hospiz, Guttannen BE

Das Grimsel Hospiz liegt nicht wirklich auf einem Gipfel. Aber im Winter, wenn über dem Grimselstausee Nebelfetzen tanzen und die Berge rundherum verhüllt sind, kommt man sich in dem gemütlichen, altmodischen Hotel genauso vor.

Schon 1142 stand hier das erste urkundlich erwähnte Gasthaus der Schweiz. Anno 1932 machte der heutige, mächtige Steinbau als erstes elektrisch beheizbares Haus Europas Furore. 2008 bis 2010 wurde das Hotel saniert und wird seither mit der Abwärme aus der Stromproduktion beheizt, die von seiner Besitzerin geliefert wird, den Kraftwerken Oberhasli AG (KWO). Die imposanten technischen Einrichtungen, die Stollen und eine Kristallkluft können auf Führungen erlebt werden. Die Küche mit regionalen Spezialitäten und die Weinkarte mit 300 Positionen machen schon im Sommer den Umweg wert; man reist dann im Auto an.

Doch seinen besonderen Reiz entfaltet das Hospiz, wenn es, tief im Schnee versunken, mitten in einer unberührten Naturlandschaft ruht. Schon bei der geführten Anreise wird man eingestimmt: Im Winter erreicht man das Hospiz nur mit einer Luftseilbahn und einem Gang durch tiefe Stollen. Die Atmosphäre entschädigt dann für die Mühe: Im Kamin prasselt ein Feuer, und unter dem Sternenhimmel wartet ein dampfender Badebottich auf den Gast.

Foto: KWO


Ein Beitrag von Travelcontent.

Erstellt: 27.12.2019, 19:41 Uhr

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