Auf den Spuren der Speed-Queen

Die erfolgreiche Skirennfahrerin Tina Weirather erlernte einst selbst den Stemmbogen in Malbun. Noch immer sind Familien im ­Liechtensteiner ­Winterparadies gut aufgehoben.

Vom Pflug zum Parallelschwung: Im Kinderland malbi-Park wird das Wohl der Kleinen gross geschrieben

Vom Pflug zum Parallelschwung: Im Kinderland malbi-Park wird das Wohl der Kleinen gross geschrieben

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Jessica Kressig, Skilehrerin der Schneesportschule Malbun AG, ist von Natur aus optimistisch. «Das wird schon», sagt sie lachend mit einem prüfenden Blick zum Himmel über der Liechtensteiner Bergkulisse. Der Schnee sei noch immer gekommen. So auch ­diesen Winter, als er zum Jahresende in grossen weissen Flocken fiel.

­Seitdem zieht Elise unverdrossen im Einzelunterricht bei Skilehrer Hansi ihre Bahn, legt die Stöcke beiseite und wippt behend auf den Ski hin und her. Die ­ambitionierte junge Dame steht zum ersten Mal auf den langen Latten, macht schon jetzt eine prima Figur und beweist ein gutes Gleich­gewicht. «Pflug, Stemmbogen und Bremsen», sind auch heute noch die Voraussetzungen, um an einen Lift gelassen zu werden», ­erklärt ­Jessica.

Während jüngere Gäste etwas länger brauchen, um aus den Windeln heraus und zum Wedeln zu kommen, wird sich Elise bereits in einem Tag auf 23 Pistenkilometern zwischen 1600 und 2100 ­Meter über Meer tummeln können. Vier Anlagen, nämlich drei Vierer- und eine Sechser-Sesselbahn, die sogar mit Sitzheizung und Windhauben ausgerüstet ist, erschliessen das Gebiet zwischen Malbun, Steg und Triesenberg, das mit diversen blauen und roten Pisten punktet. Für Geübte steht auf der Hochegg, 1900 Meter über Meer, ein schwarzer Steilhang ­parat, an dem auch FIS-Rennen durchgeführt werden.

Kein Skiort mehr ohne ­künstliche Beschneiung

Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich nur Fuchs und Hase in Malbun, der Exklave von Triesenberg, Gute Nacht sagten. Im ­Winter 1986/87 erwarb Engelbert Bühler dann einen nicht mehr im ­Gebrauch befindlichen Kinderlift. Als junger Skilehrer legte er damit den Grundstein für die Schneesportschule Malbun.

So richtig Fahrt aufgenommen als ­vielseitige Skiregion hat Malbun aber erst mit dem Erwerb von zehn Schnee­kanonen und sechs Lanzen. «Ohne künstliche Beschneiung kommt heute kein Skiort mehr aus», sagt auch Jessica Kressig. In den ­Folgejahren hat Bühler manche Persönlichkeit in Malbun getroffen, Mitgliedern des ­Fürstenhauses und Regierungschefs das Skifahren beigebracht. Auch Tina ­Weirather und Marco Büchel ­lernten hier ihr sportliches ­Handwerk, das sie zu erfolgreichen Cracks im internationalen ­Skizirkus ­machte. Noch heute ­fahren sie gerne Ski im Ländle.

Trotz allen Erfolgsist das Skigebiet familiär, gemütlich und überschaubar geblieben. So ist Malbun durch den Schweizer ­Tourismus-Verband mit dem ­Gütesiegel «Family Destination» ­ausgezeichnet worden. Die ­exzellente Betreuung fängt schon auf dem 3600 Quadratmeter ­grossen Kinderland malbi-Park an. Es ist herzig anzusehen, wie die Kleinsten auf dem Karussell ­rumrutschen und die ersten ­Stehversuche ­machen.

Auch Teenies werden spannend unterhalten

Die Hotels liegen in Pistennähe. Das Viersternhotel Gorfion ist das luxuriöseste am Platz. Ein Foto von Fürst Adam II. und Fürstin Marie mit Prinz Charles und Prinzessin Diana ziert die Besucherwand. Die Hotelleiterin Petra ­Sternat ist darauf so stolz wie auf das umfangreiche Kinderprogramm mit Indoor-Kletterwand, Babypool und Kinderbecken. Sogar Teenies werden draussen wie drinnen gut und spannend unterhalten. Nachtrodeln, Schlittschuhlaufen und Kino sei Dank. «Wir wollen eine ­lockere Atmosphäre und ein hochwertiges Ambiente miteinander verbinden», sagt Sternat. Und zur Freude der Eltern: Küchenchef Christian Helfrich kocht auf ­Haubenniveau.

Auf Billard und Tischtennis können sich Kinder und Jugendliche unter anderem auch im gemütlichen Dreisternhaus Turna ­freuen. Drei Generationen ­wohnen hier unter einem Dach, die in dem Familienbetrieb alle Hand anlegen. Eine Wellnessoase sorgt für Entspannung, und keine Frage: Der Chef kocht auch hier gut und persönlich. Ein zweigeschossiges Kinderparadies bietet ebenfalls das relativ neue Jufa Alpin-Resort direkt an der Talstation der Malbuner Bergbahnen. Alpinen Chic versprechen die Mehrbettzimmer in dem praktischen Hotel mit der ­Lärchenholzfassade.


In Zusammenarbeit von SonntagsZeitung und LiechtensteinMarketing.

Erstellt: 15.01.2020, 13:58 Uhr

Der Weg zu den Alpakatouren

Anreise: Mit dem Auto auf der A13 nach Vaduz, der Beschilderung folgen nach Triesenberg und Malbun. Mit dem Zug nach Sargans, dann weiter mit dem Bus nach Vaduz und umsteigen nach Triesenberg und Malbun, www.liemobil.li

Schneesport: Die Saison dauert bis Ostern 2020, 13. April. Neben Ski- und Snowboardkursen werden auch Langlauf, Winterwandern und Schlitteln angeboten. www.schneesportschule.li, www.bergbahnen.li

Familienhotels: www.gorfion.li, www.turna.li, www.jufa.eu/hotel/malbun, Hotel Falknerei Galina, www.galina.li, Alpenhotel Vögeli, www.alpenhotel.li

Lama- und Alpakatouren: Marc Schädler und Anna-Lena Beck führen auch im Winter in Triesenberg ihre beliebten Trekkingtouren durch, mit oder ohne Fondue. www.lama-alpaka.li

Allg. Infos: www.tourismus.li

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