Die besten Schweizer Schlittelbahnen für Familien

Lachend den Berg hinuntersausen: Schlitteln ist das perfekte Wintererlebnis für Gross und Klein.

Und los! Schlitteln ist besonders für Kinder ein Riesenspass. Foto: iStock

Und los! Schlitteln ist besonders für Kinder ein Riesenspass. Foto: iStock

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Sobald der erste Schnee kommt, werden in der ganzen Schweiz die Schlitten aus dem Keller geholt. Schlitteln ist ein beliebtes Freizeitvergnügen im Winter, günstig oder gar kostenlos, unkompliziert und mit einem hohen Spassfaktor.

Gerade für Familien ist schlitteln perfekt: Bereits Kleinkinder geniessen die Rutschpartie auf einfachen Hängen, grössere Kinder und Erwachsene amüsieren sich auf etwas anspruchsvolleren Strecken.

Schlitteln ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Deshalb ist es wichtig, sich an gewisse Regeln zu halten und diese auch dem Schlittelnachwuchs zu erkären. Wir zeigen, wo und wie man sicher und mit viel Freude den Hang hinab kommt.

Schlitteln (fast) ohne Ende: Lange Schlittelbahnen

Wenn die Abfahrt so richtig lange dauert, dann macht das Schlitteln am meisten Spass. Schlittelbahnen, die mehrere Kilometer lang sind, sind entsprechend beliebt. Kleinkinder absolvieren die lange Fahrt zusammen mit den Eltern, ältere Kinder nehmen die Tour alleine in Angriff.

Preda – Bergün, 6 Km: Wer kennt sie nicht, die legendäre Bergüner Schlittelbahn? Schon die Anfahrt mit der Rhätischen Bahn nach Preda lohnt sich, führt sie doch über Viadukte durch eine wunderschöne Landschaft. Geschlittelt wird auf der geschlossenen Passstrasse von Preda nach Bergün. Website

Fiescheralp – Lax, 13 Km: Auf 2222 Meter Höhe beginnt der gut präparierte Schlittelweg, direkt neben der Bergstation der Luftseilbahn. Mit Blick auf das Matterhorn wird gestartet, dann führt der Weg durch den Wald hinunter nach Lax. Website

Start mit Blick auf das Matterhorn: Schlittelstrecke Aletscharena. Foto: PD

Melchsee-Frutt – Stöckalp, 8 Km: Auf dem längsten Schlittelweg der Zentralschweiz werden fast 1000 Höhenmeter überwunden. Der Weg startet bei der Bergstation der Gondelbahn, führt teils durch den Wald, teils durch offenes Gelände mit Blick auf das Melchtal und den Pilatus. Website

Faulhorn – Bussalp – Grindelwald, 12.5 Km: Hier kann zwischen verschiedenen Schlittelwegen gewählt werden: Der «Big Pintenfritz» ist mit 12,5 Kilometern Länge ein Erlebnis für sich, muss aber verdient werden. Denn wer die ganze Strecke hinunterfahren möchte, muss zuerst 2,5 Stunden hinaufwandern. Ab der Bussalp sind es «nur» 8 Kilometer Schlittelspass, dafür bringt einen der Grindelwald Bus direkt zum Start. Website

Gemächlich den Hang hinunter: Schlittelbahnen für die Kleinsten

Kleine Kinder müssen immer in Begleitung von Erwachsenen schlitteln – auch wenn sie schon alleine sitzen können. Für Schlittelneulinge sind kurze Abfahrten und Hügel mit freiem Auslauf ideal. Je nachdem kann es sinnvoll sein, den Kleinen das Schlitteln am Abhang hinter dem Ferienhaus schmackhaft zu machen, bevor es auf eine längere Bahn geht.

Grotzenbühl – Braunwald: Die gemächliche, 2,5 Kilometer lange Abfahrt zur Mittelstation der Gondelbahn hat wenig Gefälle und ist deshalb besonders geeignet für Familien mit kleinen Kindern. Website

Nicht steil, aber lustig: Schlitteln nach Braunwald. Foto: PD

Kerenzerberg: Habergschwänd – Filzbach: Die 7 Kilometer lange Strecke ist bei Familien sehr beliebt, da das Tempo auf den meisten Abschnitten eher gemütlich ist. Während der Fahrt geniesst man die Aussicht auf den Walensee und die Churfirsten. Website

Gstaad: Sparenmoos – Heimchuehweid: Mit dem Bus geht es vom Bahnhof Zweisimmen hinauf ins Hochplateau auf 1640 Metern. Dort startet die Schlittelbahn, die über verschneite Wiesen und durch Waldabschnitte führt. Der erste Teil der Strecke ist nicht sehr steil und damit bestens für Familien geeignet. Website

Schlittelbahnen in Stadtnähe: Ein Kurztrip in den Schnee

Auch Stadtkinder wollen aufs Schlitteln nicht verzichten – wenn denn der Schnee endlich kommt! Die meisten Städte in der Schweiz liegen nicht weit entfernt von einem Hügel oder kleinen Berg, auf dem das Schlitteln möglich ist. Diese Schlittelbahnen können auch an einem schulfreien Nachmittag besucht werden.

Bern, Gurten: Vor dem Start kurz die Sicht auf Bern und die Berge geniessen und dann ab auf die Schlittelpiste. Der 1 Kilometer lange Weg führt durch den Wald bis zur Mittelstation der Gurtenbahn. Der Schlittelweg wird nicht präpariert. Website

Spektakulärer Winterspass: Der Schlittelweg am Gurten wird oft von Hunderten befahren. Foto: Urs Baumann

Zürich, Uetliberg: Der Schlittelweg vom Uetliberg ins Triemli ist rund 3 Kilometer lang und mit der SZU bequem zu erreichen. Der grösste Teil der Strecke ist für Schlittler reserviert, den letzten Abschnitt teilt man sich mit Spaziergängern. Website

Zug, Zugerberg: Die 2,5 Kilometer lange Strecke führt von der Bergstation der Zugerbahn zur Talstation. Die Schlittelbahn ist bei guten Verhältnissen auch am Abend offen, jedoch nicht beleuchtet. Website

Basel, Region Wasserfallen: Nicht ganz vor den Toren der Stadt, aber immer noch gut erreichbar ab Basel via Liestal. Der 4 Kilometer lange Schlittelweg startet an der Bergstation der Region Wasserfallen und führt mehrheitlich durch den verschneiten Wald. Website

Unfälle vermeiden mit einfachen Verhaltensregeln Jährlich gibt es rund 7000 Unfälle beim Schlitteln, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) auf ihrer Website. Kein Wunder, ist man mit dem Schlitten doch rasch einmal so schnell unterwegs wie ein Auto innerorts. Wer sich an die wichtigsten Verhaltensregeln hält, reduziert das Unfallrisiko erheblich.

  • Schlitteln auf markierten Schlittelbahnen oder Hängen mit freiem Auslauf.
  • Sitzend schlitteln und mehrere Schlitten nicht zusammenbinden.
  • Nach vorne schauen, nicht aufs Smartphone.
  • Nicht unter Alkoholeinfluss schlitteln.
  • Gute Ausrüstung verwenden, festes Schuhwerk mit gutem Profil und einen Schneesporthelm tragen.

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Erstellt: 08.01.2020, 14:01 Uhr

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