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Streit um Jesus

Unterdessen in Zug: In einem Asylheim liessen die Behörden christliche Wandbilder übermalen. Die Aktion hat ein politisches und juristisches Nachspiel.

Wie macht man einen düsteren Raum heller? Jeder Heimwerker würde antworten: die Wände mit strahlendem Weiss anmalen. Der Kniff wurde in diesem Jahr auch im alten Zuger Spital angewendet. In einem Raum, der einst als Kapelle genutzt wurde und heute als Aufenthaltsraum für Asylsuchende dient.

Die behördliche Malaktion hat sich nun zu einem Skandal ausgeweitet, inklusive hitzig geführter Debatte im Kantonsparlament. Denn unter der Verschönerung musste ausgerechnet Jesus Christus leiden. Oder besser gesagt: die vom Künstler Ernst Pauli gemalten Passionsszenen. Rein rechtlich gesehen, war das Übermalen des Wandbildnisses aus dem Jahr 1938 kein Problem. Paulis Werk ist nicht geschützt. Aber musste man Jesus denn wirklich gleich mit dem Pinsel den Garaus machen? Ging es nicht eigentlich darum, dass man den Asylsuchenden keine christlichen Symbole zumuten wollte?

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