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«Die Museen sind mein 15. Achttausender»

Reinhold Messner eröffnete im Sommer 2015 sein sechstes Museum auf dem Südtiroler Kronplatz. Der Bau der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid erntete viel Kritik.

«Aussen klein, innen ein sogartiger Blick ins Gebirge» – für Reinhold Messner ist Zaha Hadids umstrittener Bau auf dem Kronplatz ein Wurf. Foto: Harald Wisthalder
«Aussen klein, innen ein sogartiger Blick ins Gebirge» – für Reinhold Messner ist Zaha Hadids umstrittener Bau auf dem Kronplatz ein Wurf. Foto: Harald Wisthalder

Bergsteigen ist die Eroberung des Nutzlosen, hat der französische Alpinist Lionel Terray einmal gesagt. Warum Museen bauen, die sich etwas Nutzlosem widmen?

Man kann die Museen nicht mit dem Bergsteigen gleichsetzen. Terrays Buch-Titel «Die Eroberung des Nutzlosen» – übrigens ein sehr gelungener Titel – ist beeinflusst von Albert Camus (1913–1960, Red.). Die Philosophie entstammt derselben Zeit. Der «Mythos von Sisyphos» steckt auch in Terrays Schriften. Darin kommt die Absurdität zur Sprache. Bergsteigen ist absurd. Ist nicht das gesamte Leben absurd? So gesehen ist Ihre Frage ein Stachel: Warum dem Nutzlosen so viel Zeit, Leiden, persönlichen Einsatz widmen, sogar das eigene Leben?

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