Das sind die Traumstrände unserer Leserinnen und Leser

Von Schottland bis Sizilien, von Spanien bis Schleswig-Holstein: Nach unserem Aufruf haben wir zahlreiche Einsendungen erhalten. Eine Auswahl.

Ein Traum von einem Strand: Das nordfriesische Sankt Peter-Ording. Foto: Pixabay

Ein Traum von einem Strand: Das nordfriesische Sankt Peter-Ording. Foto: Pixabay

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Ende Juli haben wir «unsere» zwölf Traumstrände in Europa vorgestellt und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, dazu aufgerufen, uns «Ihre» Lieblingsstrände zu nennen. Hier sind neun davon.

Porthcurno, Cornwall, Grossbritannien Aussergewöhnlich schön: Die Strände in Cornwall. Foto: Barbara Poeta

Leserin Barbara Poeta findet ihre Traumstrände in Cornwall im äussersten Südwesten Englands. Da wäre zum Beispiel der Strand von Porthcurno, nahe bei Lands End am westlichsten Zipfel der Halbinsel. Die Klippen und die Küste rund um Porthcurno sind offiziell als Gebiete von aussergewöhnlicher natürlicher Schönheit ausgewiesen und tauchen regelmässig in den Listen der schönsten Landschaften Grossbritanniens auf. Man kann hier entlang der Küste und ganz nahe den mächtigen Granitklippen wunderbar wandern.

Playa Barrosa, Andalusien, Spanien Auf dem Weg zur Tourismushochburg: Playa Barrosa. Foto: Edith Bieri

Leserin Edith Bieri ist gerade aus den Ferien in Andalusien im Süden Spaniens zurückgekehrt. Sie ist von der Playa Barrosa in Chiclana de la Frontera an der Costa de la Luz, der spanischen Atlantikküste, «wirklich begeistert», wie sie schreibt: «Sauberes, welliges Meer, acht Kilometer Sandstrand, immer etwas Wind und hinter einer Düne gelegen. Traumhaft.» Chiclana und der Nachbarort Novo Sancti Petri haben sich in den vergangenen Jahren zu Touristenzentren entwickelt. Im Winter sind die meisten Hotels geschlossen. Die Saison beginnt jeweils in der Osterwoche. Chiclana ist auch für seine vielen kleinen Bodegas bekannt, in denen der lokale Wein degustiert werden kann.

Màcari, Sizilien, Italien

Leser Peter Kleiner hat das Strandglück auf Sizilien gefunden, und zwar in Màcari zwischen Trapani und San Vito. Der Golf von Màcari ist eine riesige natürliche Bucht an der Nordküste Siziliens mit Blick auf das Tyrrhenische Meer. Er wird vom Naturschutzgebiet des Monte Cofano mit seinen Wanderwegen durch bizarre Felsformationen im Süden und das Kap von San Vito im Norden begrenzt. Dazwischen befinden sich mehrere lang gezogene Sandstrände sowie die malerische Badebucht bei Màcari, einer Ortschaft, die zur Gemeinde San Vito gehört.

Favignana, Ägadische Inseln, Italien

Auch Favignana hat es Peter Kleiner angetan. Favignana ist, mit einer Fläche von knapp 20 Quadratkilometern, die grösste der Ägadischen Inseln im Mittelmeer vor der Westküste Siziliens. Ab der Provinzhauptstadt Trapani verkehren sowohl Fähren für den Fahrzeug- und Gütertransport als auch Tragflügelboote für den Personenverkehr. Diese brauchen nur eine halbe Stunde für die Überfahrt. Wegen der leichten Zugänglichkeit und der vielen Badestrände ist Favignana bei Touristen beliebt. Doch kann es ziemlich windig werden: Ihren Namen hat die Insel von einem Wind namens «Favonio», zu Deutsch «Föhn».

Es Trenc Sant Jordi, Mallorca, Spanien Der letzte grosse Strand von Mallorca, der nicht überbaut ist: Es Trenc. Foto: Ingrid Krizaj

Leserin Ingrid Krizaj hat es am Strand von Es Trenc Sant Jordi auf Mallorca besonders gut gefallen. Der lang gezogene Strand von Es Trenc, weitab vom berüchtigten «Ballermann», ist Teil eines Naturschutzgebietes im Südosten der Insel. Dank diesem Schutz ist Es Trenc der letzte grosse Strand der Insel, der nicht überbaut ist. Begeisterte Besucher vergleichen ihn mit Stränden in der Karibik, und das zu Recht: Kristallklares Wasser schlägt hier in sanften Wogen an den weissen Sandstrand. Dieser ist von Sanddünen, Salzfeldern und einem Pinienwald umgeben. Hinter dem Sandstrand liegen Salinen zur Meersalzgewinnung.

Lilia, Plouguerneau, Bretagne, Frankreich

Seinen Traumstrand «am Ende der Welt», wie er selbst schreibt, hat Leser Alain Burky gefunden: Lilia bei Plouguerneau in der Bretagne mit dem höchsten Leuchtturm Europas. «Man hat seine Ruhe an diesen Buchten. Kilometerlange Strände, sehr sauber, mit viel frischer Atlantikluft. Urwüchsig, ohne Betonbunker.» Plouguerneau liegt etwa 20 km nördlich von Brest im Nordwesten des Départements Finistère an der Côte des Abers. Plouguerneau hat noch mehr zu bieten als den Lilia-Strand: Es verfügt über nicht weniger als über 23 Strände auf 45 km Küstenlinie.

Sankt Peter-Ording, Schleswig-Holstein, Deutschland

Leserin Susan Wigholm fühlt sich am Strand von Sankt Peter-Ording in Nordfriesland, Bundesland Schleswig-Holstein, besonders wohl. Der Ort ist besonders für seine Wanderdünen bekannt, eine touristische Attraktion sondergleichen. Das war nicht immer so: Wegen des ständig fliegenden Sandes konnte kein Hafen angelegt werden, und der Fischfang konnte sich nie etablieren. Wegen der Wanderdünen mussten die Ordinger sogar zweimal ihre Kirche aufgeben. 1877 wurde das erste Hotel gebaut. Am Strand gibt es charakteristische Pfahlbauten.

Scarista Beach, Insel Harris and Lewis, Grossbritannien

Wir haben Luskentyre auf der grössten schottischen Insel, Harris and Lewis, als einen unserer zwölf Traumstrände genannt. Leser André Gerber bemerkt, dass es «auf Harris and Lewis noch eine ganze Reihe von anderen spektakulären Stränden» gibt, und nennt als Beispiel Scarista Beach in Süd-Harris. Scarista ist ein weitläufiger Strand mit feinstem Sand, wie man ihn auch in der Karibik findet. Das Wasser ist ebenfalls glasklar und zeigt wechselnde Farbtöne. (Die Temperaturen hier sind allerdings nicht gerade «karibisch».) Lewis and Harris gehört zu den Äusseren Hebriden und ist mit 2180 Quadratkilometern (das heisst grösser als der Kanton St. Gallen) die drittgrösste der Britischen Inseln.

Playa de Las Conchas, Insel La Graciosa, Spanien

La Graciosa ist die kleinste bewohnte Insel der Kanaren im Atlantischen Ozean. Politisch wird sie von Lanzarote aus verwaltet. Berühmt ist La Graciosa für die Playa de Las Conchas, den «Muschelstrand» an der Nordwestküste. Der Lieblingsstrand von Leserin Esther Güdel ist 500 Meter lang und 100 Meter breit. Liegestühle gibt es nicht, auch keine sanitären Anlagen und kein gastronomisches Angebot. Und der Strand ist tückisch: Wegen starker Strömungen und schwerer Brandung, vor allem wenn der Wind bläst, wäre Schwimmen hier lebensgefährlich, und es gibt auch keine Rettungsschwimmer. Der Anblick des aufgewühlten Meeres ist allerdings spektakulär.

Jeder Strand, überall

Leser Martin Pauli repetiert unsere Frage, welcher Strand denn vergessen gegangen sei, und gibt eine zutreffende Antwort: «Jeder, an dem ich jetzt gerade bin. Es ist doch viel schlauer, den Augenblick zu geniessen, als dem möglicherweise noch Schöneren hinterherzurennen.» Recht haben Sie, Martin Pauli. (Travelcontent)

Erstellt: 12.08.2019, 10:17 Uhr

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