Wo Trinkgeld eine Beleidigung ist

Gut gemeint heisst nicht immer gut gemacht: In welchen Ferienländern wie viel Trinkgeld angebracht ist.

Wirft immer wieder Fragen auf: Der Umgang mit Trinkgeld. Foto: Getty Images

Wirft immer wieder Fragen auf: Der Umgang mit Trinkgeld. Foto: Getty Images

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Wenn Menschen reisen, lernen sie nicht nur die Sitten ihres Gastlandes kennen – sie beeinflussen diese auch. War das Trinkgeld-Prinzip in manchen Regionen noch völlig unbekannt, wissen nun auch dort niedrig entlohnte Dienstleister das Zusatzgeld zu schätzen. Doch in manchen Ländern ist die kleine Anerkennung in Form von Bargeld noch immer unüblich – oder sogar eine Beleidigung. In aller Welt ist diese Dankesgeste übrigens ein Affront, wenn sie zu knauserig ausfällt: Wer nur ein paar Rappen drauflegen will, spart sich das besser.

Deutschland

Die Höhe des Trinkgeldes beträgt in der Gastronomie üblicherweise 5 bis 10 Prozent der Rechnungssumme, ist aber von der Zufriedenheit des Gastes abhängig. Ist der Gast nicht zufrieden, kann er weniger oder gar kein Trinkgeld zahlen, ohne dass er hierüber Rechenschaft ablegen muss. Bei mehreren 100 Euro reichen rund 5 Prozent aus.

Im Hotel erhält der Kofferträger 1 bis 2 Euro pro Gepäckstück, der Zimmerservice 2 bis 5 Euro und das Zimmermädchen 1 bis 2 Euro pro Tag. Für die Garderobiere sind 50 Cent angebracht.

Wenn Sie mit der Kreditkarte zahlen, geben Sie das Trinkgeld besser in bar. So vermeiden Sie Abzüge durch die Kreditkartengesellschaft, die sonst das Trinkgeld schmälern.

Der Taxifahrer erhält ein Trinkgeld von 10 Prozent.

Frankreich

In französischen Restaurants ist Trinkgeld eine freiwillige und zugleich unfreiwillige Angelegenheit: Denn einerseits ist das «pourboire» bereits im Preis enthalten, auf der Rechnung wird es meist aufgeführt als «Service compris 15%». Andererseits freut sich der Garçon trotzdem, wenn Gäste auf dem Tellerchen oder Korb mit der Rechnung ein paar Euro liegen lassen, ein kleiner Betrag reicht aus. Gleich beim Bezahlen aufzurunden, ist nicht üblich und derartige Wünsche werden von den meisten Kellnern geflissentlich überhört – sie geben einfach das Rückgeld komplett zurück. Was nicht heisst, dass sie die Münzen auf dem Tellerchen nicht gerne einkassieren würden. Übrigens zahlen Gruppen besser gemeinsam beziehungsweise erst einmal einer aus der Runde, fein säuberlich auseinanderdividieren kann man dann hinterher.

Im Hotel steckt man dem Zimmerpersonal ebenfalls einige Euro zu oder lässt Geld am Badspiegel zurück. Und wer in so teuren Hotels absteigt, dass er die Dienste von Kofferträgern oder Portiers in Anspruch nehmen kann, sollte sich auch bei diesen erkenntlich zeigen. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet, am besten um 10 Prozent der Gesamtrechnung.

Griechenland

Wie in Frankreich entfällt in Griechenland die kleine Peinlichkeit, dass die Kellnerin oder der Kellner neben dem Tisch stehen bleibt und jedes Gesichtszucken des Gastes mitliest, während dieser überlegt, wie viel Trinkgeld ihm der Service wert war. Stattdessen lässt man – egal ob im Restaurant oder in der Taverne – nach dem Bezahlen ein wenig Geld auf dem Rechnungsteller oder dem Tisch zurück; Richtwert sind 10 Prozent des Gesamtbetrags, in der Taverne reicht auch ein Aufrunden. Wer mit Kreditkarte zahlt, sollte das Trinkgeld ebenfalls bar hinterlassen, damit es bei der bestimmt nicht üppig besoldeten Servicekraft in voller Höhe ankommt.

Auch im Hotel wird an den Löhnen gespart, sodass dem Zimmerservice mindestens 1 Euro pro Nacht hingelegt werden sollte. Taxifahrten kann man aufrunden, hier sind ebenfalls 10 Prozent ein guter Richtwert.

Grossbritannien und Irland

In Restaurants gibt es ein «tip» von 10 bis 15 Prozent, in Irland maximal 10 Prozent. Ist auf der Rechnung bereits ein «service charge» oder «service fee» aufgeführt, darf es weniger sein, dann wurde schon eine Pauschale einberechnet.

Im Pub wird an der Bar zwar bestellt und bezahlt, aber kein Trinkgeld gegeben – wer den Barkeeper belohnen möchte, spendiert ein Bier oder einen Drink: «One for yourself». Einige Pubbesitzer sind allerdings schon länger dazu übergegangen, ein Glas für Trinkgeld-Münzen auf die Theke zu stellen.

Im Pub gilt übrigens auch die Gruppenregel: Einer holt (und zahlt) für alle. Und wer von gastfreundlichen Briten oder Iren eingeladen wird, revanchiert sich am selben Abend – bei Paaren zeigt sich jeder einzeln erkenntlich.

Für den Koffer- und Roomservice im Hotel sollte der Gast 1 Pfund ausgeben, für die Reinigungskräfte ebenfalls, aber dann pro Tag. Im Taxi wird grosszügig aufgerundet.

Italien

Trinkgeld ist in der Gastronomie eigentlich unüblich, vor allem, wenn auf der Restaurant-Rechnung bereits ein «coperto» aufgeführt ist – eine Art Grundgebühr für das Gedeck und das Brot. Wer besonders zufrieden war, kann trotzdem 1 bis 2 Euro auf dem Tisch liegen lassen. Ohne «coperto» werden 10 Prozent Trinkgeld gern genommen. Bei Kreditkartenzahlung gilt in Italien ebenfalls: das Trinkgeld bitte in bar. In der Caffè-Bar (in Italien steht «caffè» für Espresso, der wirklich auf die Schnelle im Stehen an der Theke getrunken wird) gibt es dafür Tellerchen oder Sparschweine.

Im Hotel erhält das Zimmerpersonal etwa 1 Euro pro Nacht oder 5 Euro pro Woche, die auf das Kopfkissen oder auf die Ablage am Badezimmerspiegel gelegt werden – dann ist klar, dass der Gast sein Geld mit Absicht dort platziert und nicht einfach nur vergessen hat. Im Taxi ist Aufrunden in Ordnung, wird aber nicht vorausgesetzt. Eine nette Geste ist es auf jeden Fall.

Österreich

Im Restaurant und Taxi sind wie in Deutschland 5 bis 10 Prozent Trinkgeld angebracht, je nachdem wie zufrieden der Gast mit dem Service war.

Im Hotel erhält der Kofferträger 1 Euro pro Gepäckstück, das Zimmermädchen 1 bis 2 Euro pro Tag. Das Geld wird vor der Abreise im Idealfall direkt übergeben – läuft man sich aber nicht mehr über den Weg, ist eine Vielen-Dank-Notiz zum Geld sehr charmant. Einige Hotels stellen an der Rezeption Trinkgeld-Kästchen auf, etwa für das Zimmer- und das Küchenpersonal; so bekommen auch die «unsichtbaren» Arbeiter eine kleine Anerkennung obendrauf.

Portugal und Spanien

In der Gastronomie werden 5 bis 10 Prozent Trinkgeld liegen gelassen – früher, als noch kein Mindestlohn galt, waren höhere Beträge üblich. Allerdings liegt der Mindestlohn in Spanien bei 900 Euro im Monat, sodass Trinkgeld weiterhin wichtig ist fürs Einkommen. Kleinstbeträge wie 2- oder 5-Cent-Stücke gelten trotzdem als grob unhöflich. Entweder man lässt Euro liegen oder es gleich bleiben. Die Bewohner der Iberischen Halbinsel haben den Ruf, ein stolzes Völkchen zu sein, wahrscheinlich zu Recht: Auf jeden Fall ziehen es Kellnerinnen und Kellner vor, das Trinkgeld einzusammeln, nachdem der Gast gegangen ist – statt es wie Almosen in die Hand gedrückt zu bekommen. In portugiesischen Bars wird meist kein Trinkgeld gegeben, im Gegensatz zu den Restaurants.

Im Taxi wird nicht unbedingt erwartet, dass der Gast den Betrag aufrundet, die kleine Anerkennung ist aber willkommen.

Das Personal im Hotel nimmt ebenfalls gern ein paar Münzen entgegen, pro Nacht oder pro Bestellung aufs Zimmer etwa 1 Euro.

Skandinavien mit Dänemark

In Norwegen, Dänemark und Finnland ist der Service in Restaurants und Hotels in der Rechnung enthalten, allerdings kann auch hier der Betrag aufgerundet werden: entweder auf die nächste gerade Zahl oder bei gutem Service etwa um 5 Prozent. Generell wird dieser eigentlich nicht eigens entlohnt, dafür bedankt sich der Gast aber umso öfter: Takk (norwegisch), Tak (dänisch) oder Tack (schwedisch); nur die Finnen fallen aus der Reihe: Kiitos!

In Schweden ist ein Trinkgeld zumindest nach deutschem Massstab nicht üblich, sowohl in Restaurants als auch Hotels ist ebenfalls eine Servicepauschale schon mit drin. Daher wird in der Gastronomie wie auch im Taxi der Betrag oft nur aufgerundet. Allerdings hängt dies von der Tageszeit ab: Abends wird ein etwas höheres Trinkgeld von 5 bis 10 Prozent erwartet. Bei der Kartenzahlung reicht der Kellner oft das Lesegerät und der Gast kann dann einen aufgestockten Betrag mit Trinkgeld eingeben (nicht die Geheimnummer eintippen) oder aber es bei der angezeigten Summe belassen.

In nordeuropäischen Hotels erhalten Portiers und Kofferträger eine kleine Anerkennung, Trinkgeld für das Zimmerpersonal wird nicht vorausgesetzt, aber gern gesehen.

Taxifahrer in Skandinavien erhalten einen aufgerundeten Betrag, würden ihn jedoch nicht einfordern.

Thailand und Malaysia

Hier geht es schon sehr westlich zu, während in anderen asiatischen Ländern Trinkgeld oft noch verpönt ist – schliesslich ist es Teil des Jobs, Gäste hervorragend zu bedienen, zu fahren oder ihre Zimmer sauber zu halten. Doch in Thailand und Malaysia sieht man das lockerer: Im Restaurant sind 10 Prozent der Rechnungssumme angebracht. Weniger als 10 Baht (35 Rappen) gelten als Beleidigung, das Zimmerpersonal freut sich über mindestens 20 Baht in Thailand oder 2 Ringgit (etwa 45 Rappen) pro Tag in Malaysia. Im Taxi wird aufgerundet, besonders angenehme Fahrten ohne Umwege kann man mit einem kleinen Aufschlag würdigen.

Japan und China

Zu sagen, in Japan habe Trinkgeld keine Tradition, ist beinahe untertrieben: Fernab internationaler Hotels wird es oft sogar als Beleidigung empfunden. Schliesslich ist es für den japanischen Dienstleister selbstverständlich, dem Kunden einen königlichen Aufenthalt zu bereiten, wofür dieser ja schon im Grundpreis bezahlt hat. Alles andere wäre von beiden Seiten anmassend. Um sich trotzdem erkenntlich zu zeigen, hinterlassen einige begabte Gäste kleine Origami-Kunstwerke aus Papierschnipseln oder der Rechnung – ein Künstler hat sie gesammelt. Wer nicht so gut falten kann, aber zum Beispiel dem Reiseleiter oder dem Zimmerpersonal seine Wertschätzung übermitteln möchte, kann ein kleines Geschenk überreichen.

Japan-Reisende sollten übrigens auch nicht das Wechselgeld vor dem Verkäufer nachzählen, das würde dieser als beschämenden Betrugsverdacht interpretieren.

Auch in China kann man mit dem gut gemeinten Trinkgeld im Fettnäpfchen landen, wobei sich das zumindest in den Touristenzentren ändert: Hier nimmt das Restaurantpersonal gerne etwa 10 Prozent der Rechnungssumme entgegen, für Zimmerservice in internationalen Hotels sind etwa drei Yuan (45 Rappen) pro Nacht angemessen.

Türkei

Die Türkei ist sozusagen das Gegenstück zu Japan: Hier ist es tabu und äusserst unhöflich, kein kleines «Bakschisch» zu geben. Im Restaurant sind 6 bis 10 Prozent des Rechnungsbetrags angemessen, die Münzen lässt man auf dem Tisch liegen. Und weil Geiz hier ins gesellschaftliche Aus führt, stösst in der Türkei der Wunsch nach getrennten Rechnungen auf Unverständnis.

Im Taxi wird aufgerundet, zusätzlich gibt es noch etwa 6 türkische Lira (1.10 Franken) pro Gepäckstück, bei dem der Fahrer behilflich war. Im Hotel sind 3 bis 6 türkische Lira (55 Rappen) pro Tag oder Bestellung üblich.

USA und Kanada

Der «tip» von 15 bis 25 Prozent ist im Restaurant und beim Pizzaservice ein Muss, da die Löhne meist sehr niedrig sind und das Trinkgeld zum Überleben beiträgt. Weniger zu geben, ist für den Kellner also in mehrerlei Hinsicht ein persönlicher Affront.

Nicht beleidigt dürfen übrigens die Gäste sein, wenn ihnen gleich nach dem letzten Bissen die Quittung serviert wird – ausdauernd sitzt man nicht beim Essen, sondern in der Bar beisammen. Der Vorteil für Restaurant und Servicekräfte: Es ist gleich Platz für die nächsten Kunden und damit das nächste Trinkgeld.

Der Kofferträger erhält 1 kanadischen oder 1 bis 2 US-Dollar pro Gepäck, das Zimmermädchen 1 bis 2 Dollar pro Nacht. Im Taxi werden 15 Prozent gegeben.

Nordafrika mit Ägypten, Marokko, Tunesien

Wie die Türkei zählen die nordafrikanischen Länder zu der Weltregion, in der Bakschisch erwartet wird: Im Restaurant sind 10 Prozent Trinkgeld die Regel, im Taxi wird grosszügig aufgerundet. Der Zimmerservice im Hotel und andere Dienstbeflissene, die die Ferien noch schöner machen, freuen sich über ein kleines Trinkgeld von etwa einem Franken pro Hotelnacht oder Kofferschleppen. Auch dem All-inclusive-Urlauber sollte das Umsorgen hin und wieder eine monetäre Anerkennung wert sein –wahrscheinlich wird dann der Service sogar noch aufmerksamer.

Vereinigte Arabische Emirate (mit Dubai, Abu Dhabi) und Oman

In Oman ist in den Restaurants der Service zwar meist schon einberechnet, dennoch können Gäste ihre Zufriedenheit mit einem Zusatzbetrag zeigen, der dann auch beim jeweiligen Personal ankommt: Üblich sind 10 bis 15 Prozent des Gesamtbetrags. Für kleinere Dienstleistungen, für Kofferträger und Zimmerservice pro Nacht im Hotel sind 500 Baisa angemessen (umgerechnet etwas mehr als ein Franken; ein omanischer Rial entspricht etwa 2.50 Franken); im Taxi wird entsprechend aufgerundet.

Auch in den Emiraten ist es üblich, die sowieso günstigen Taxipreise mit einem Trinkgeld aufzurunden, mindestens 5 bis 10 (VAE-)Dirham sollten es sein, das sind 1.25 bis 2.45 Franken. Auch im Restaurant sollte der Betrag wie in Oman aufgestockt werden – das kleine Extra wird zwar nicht immer erwartet, aber gerne genommen. Vor allem bei Dienstleistern wie Einpackern im Supermarkt, Einparkern, Zimmerpersonal oder Kofferträgern machen die 5 bis 10 Dirham (pro Nacht) mehr durchaus einen Unterschied am Ende des Monats. Wer viel und schweres Gepäck herumwuchten lässt, darf sich dafür mit einem etwas höheren Betrag erkenntlich zeigen.

Kroatien

An touristisch geprägten Orten wird Trinkgeld inzwischen erwartet, aber auch sonst freut sich das Personal, wenn der Gast seine Zufriedenheit in Geld ausdrückt: Die etwa 10 Prozent des Gesamtbetrags im Restaurant oder Café werden einfach nach dem Zahlen auf dem Tisch zurückgelassen. Im Taxi wird grosszügig aufgerundet und auch den Reinigungskräften im Hotel sollte man ein angemessenes Trinkgeld (etwa 1 bis 2 Euro pro Nacht) hinterlegen – vorausgesetzt das Zimmer war so sauber wie erhofft.

In allen Ländern empfiehlt es sich, im Hotel schon zwischendurch oder täglich ein Trinkgeld zuzustecken, schliesslich ist man noch länger auf die guten Dienste angewiesen – und manchmal wechseln auch die Zimmerteams.

Lateinamerika

In Süd- und Mittelamerika sind die Trinkgeld-Sitten nicht einheitlich. In den meisten Ländern kann man mit 5 bis 10 Prozent Aufschlag auf die Rechnung nichts falsch machen. In Brasilien aber ist die Servicepauschale oft schon Teil der Rechnung. Wer absolut unzufrieden ist, könnte den Betrag also wieder abziehen – und kann ihn aber gerne aufstocken, wenn der Service im Restaurant gut war. Spielt übrigens eine Band und wird irgendwo im Lokal darauf hingewiesen, ist ein «couvert artístico» der Pflichtbeitrag zugunsten der Künstler, der aber höchstens wenige Franken beträgt.

Im Hotel bekommen Zimmermädchen umgerechnet 1 bis 2 Franken pro Übernachtung, der Taxifahrer freut sich, wenn das Wegegeld aufgerundet wird.

Australien und Neuseeland

Hier wird vieles lockerer gesehen, so auch das Trinkgeld: In Australien ist es nicht obligatorisch, aber wenn man etwas mehr geben will, ist das auch in Ordnung. Vor allem in besseren Restaurants mit sehr gutem Service lässt man 10 Prozent der Rechnungssumme auf dem Tisch liegen. In Neuseeland ist der «tip» schon üblicher als in Australien – ein Muss ist er hier aber ebenfalls nicht, auch nicht im Hotel: Wer will, der kann etwas spendieren. Oder eben nicht. Nur Neuseelands Taxifahrer haben sich schon an das Aufrunden des Preises gewöhnt.

Russland

Die Regeln für das «Tschewi» («Trinkgeld») sind nicht sehr strikt, ähnlich wie in Deutschland kann der Gast aufrunden – auf jeden Fall korrekt ist ein Trinkgeld von 10 Prozent. Manchmal steht die Servicepauschale bereits auf der Rechnung. Auch dem Barkeeper sollte man ein paar Rubel zustecken, dieser Zusatzverdienst macht oft einen Grossteil seines Lohns aus. Im Hotel liegt man normalerweise mit 30 bis 50 Rubel (45 bis 75 Rappen) richtig, für das Zimmerpersonal pro Tag. Auch der Taxifahrer bekommt einen kleinen Aufpreis, je nachdem ob er auch mit dem Gepäck behilflich war. Bei einem privaten Taxi handelt man vor der Fahrt den Gesamtpreis aus, bei dem bleibt es dann auch.

Ein Tankwart bekommt 10 bis 30 Rubel (20 bis 45 Rappen) für das Auftanken.

Polen, Ungarn, Rumänien und Tschechien

Hier ist es üblich, in Kneipen und Restaurants ein Trinkgeld in Höhe von 10 Prozent zu geben – ausser der Betrag steht bereits als Service-Entgelt auf der Rechnung, dann gibt es weniger Bares. Wer mit Kreditkarte zahlt, sollte das Trinkgeld besser in bar überreichen – der Aufschlag per Kreditkarte kommt oft nicht beim Kellner an. Wird die Quittung auf einem Tablett oder in einer Mappe gebracht, ist dort der richtige Ort für die Extrascheine.

Auch im Taxi rundet der Reisende um bis zu 10 Prozent auf, im Hotel rechnet er 1 bis 2 Franken in die jeweilige Währung um: pro Dienstleistung wie Kofferschleppen oder pro Übernachtung für das Reinigungspersonal.

(red/kaeb/dd/edi)

Erstellt: 12.06.2019, 18:26 Uhr

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