Wo die Badegewässer am saubersten sind

Eine neue Bewertung zeigt, an welchen Orten in Europa und in der Schweiz man unbeschwert baden kann. Klicken Sie sich durch unsere Infografik.

Klicken Sie auf die Infografik, um mehr über die Wasserqualität in den einzelnen Ländern zu erfahren.


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Die Qualität der Badegewässer in Europa hat sich verbessert. Dies zeigt der jährliche Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA), für den Wasserproben aus über 21'000 Küsten- und Binnenbadeorten in der EU, der Schweiz und Albanien analysiert wurden. 96 Prozent davon erfüllten die Mindestanforderungen, 84 Prozent wurden sogar als «ausgezeichnet» eingestuft. Zum Vergleich: 2011 genügten erst 78 Prozent der Gebiete höchsten Ansprüchen, 1991 waren es noch 56 Prozent.

«Unsere Bewertung zeigt, dass die Gewässerqualität über die Jahre erheblich gestiegen ist.»Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA

Besonders viele Badeorte mit «ausgezeichneter» Wasserqualität gibt es in Luxemburg (alle untersuchten Gebiete) sowie den klassischen Sommer-Feriendestinationen Zypern (99,1 Prozent der Gebiete), Malta (97,7 Prozent), Griechenland (97,2 Prozent) und Kroatien (94,2 Prozent). Italien, Deutschland und Österreich weisen mit jeweils gut 90 Prozent ebenfalls eine gute Quote aus.

Die Schweiz liegt in der Gesamtrangliste der EUA auf dem viertletzten Platz – allerdings nur, weil fast die Hälfte der Badestellen aufgrund unzureichender Proben nicht bewertet werden konnten. Die Orte mit «ausgezeichneter» Wasserqualität machen deshalb einen kleineren Teil aller 216 berücksichtigten Schweizer Badestellen aus.

Die EUA-Rangliste zur Wasserqualität: Klicken Sie hier, um die interaktive Grafik in voller Grösse zu sehen.

Von den tatsächlich untersuchten Schweizer Seen und Flüssen weist ein Grossteil eine «ausgezeichnete» Wasserqualität aus. Vor allem im Zürichsee, im Aargauer Hallwilersee und im Zuger Ägerisee ist sie überdurchschnittlich gut. Nur drei der analysierten Badestellen sind mangelhaft: unter ihnen eine im Lac Léman bei Lausanne und eine im Rhein bei Kaiseraugst.

Die höchste Zahl der Badegebiete mit schlechter Wasserqualität weisen Italien und Frankreich (je 95) sowie Spanien (58) auf. Bei allen drei Ländern machen diese aber weniger als drei Prozent aller Orte aus. Schmutzig sind die Gewässer hingegen in Albanien und Rumänien: Dort erhielten nur rund ein Drittel der Badegewässer die Auszeichnung «ausgezeichnet». Besonders Albanien hat mit fast 40 Prozent mangelhafter Wasserqualität Nachholbedarf in Sachen Verschmutzung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.05.2016, 19:18 Uhr

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