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Der rote Faden zum Paradies

Die Schweizerin Christine Ferrari betreibt in Marokko eine Safranplantage.

Schon als kleines Mädchen liebte sie die Safransuppe ihrer Grossmutter. «Gerade an kalten Tagen hatte das etwas Tröstliches und Wärmendes», erinnert sich die heute 56-jährige Christine Ferrari und zupft mit geübtem Griff drei Fäden aus dem violetten Blütenkelch. «Voilà», sagt sie strahlend und legt die orangeroten Stängel in eine Schale, «und jetzt ernte in meinem marokkanischen Paradiesgarten selbst Safran.»

Auch frieren muss die gebürtige Schweizerin nicht mehr, ihre sonnenverwöhnte Gewürzfarm liegt 30 Kilometer südlich von Marrakesch. Hier, am Fuss des Atlas, kramte sie vor acht Jahren ihren kulinarischen Kindheitstraum hervor und verbuddelte ihn in Form von sechs Tonnen Safranknollen in die nordafrikanische Erde. Inzwischen reifen auf ihrer Bio-Suisse-zertifizierten Plantage nicht nur gut 600'000 Krokusse der wertvollen Sorte Sativus Linné, sondern auch Mangos, Papayas, Granatäpfel, ­Zitronen, Orangen und Avocados.

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