Gutes Zeugnis der EU für Schweizer Badegewässer

Die EU hat die Wasserqualität in 30 europäischen Ländern getestet. Die Schweiz bewegt sich dabei trotz «exzellenter» Bewertung am Schluss der Liste.

Laut EU-Bericht von «exzellenter» Qualität: Der Zürichsee.

Laut EU-Bericht von «exzellenter» Qualität: Der Zürichsee. Bild: Michael Buholzer/Keystone

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Die Schweizer Seen und Flüsse laden zum Baden ein. In ihrem jährlichen Badegewässer-Bericht kommt die EU zum Schluss, dass 61,1 Prozent der Gewässer in der Schweiz von «exzellenter» Qualität sind.

Bei keinem einzigen der 190 untersuchten Badegewässer war die Wasserqualität schlecht, wie aus dem EU-Bericht über das Jahr 2017 hervorgeht, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Alle Schweizer Gewässer erfüllten die Minimalanforderungen.

Die Grafik der European Environment Agency.

Bei jeder dritten Badestelle (34,2 Prozent) war eine Qualitätseinordnung aber aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich. Viele Badestellen ohne Bewertung befinden sich am Genfersee. Als Gründe werden meist «nicht genügend Wasserproben» oder «neue Badestelle» angegeben. 2016 waren 62,8 Prozent der Seen mit dem Prädikat «exzellent» versehen worden.

Bedenkenloses Badevergnügen

Die EU hält weiter fest, dass sich die Wasserqualität in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich verbessert habe. So könne man in Schweizer Flüssen und Seen «fast überall» bedenkenlos ins Wasser springen. Nur nach starken Regenfällen sei beim Baden in Flüssen Vorsicht geboten.

In ganz Europa erfüllen gemäss dem Bericht fast alle Gewässer (96 Prozent) die Minimalanforderungen. 85 Prozent der Badestellen schnitten vorbildlich ab. Maximal ist der Anteil von Badegewässern mit exzellenter Qualität in Luxemburg (100 Prozent), dicht gefolgt von Malta (98,9 Prozent), Zypern (97,3 Prozent), Griechenland (95,9 Prozent) und Österreich (95,1 Prozent).

Am schmutzigsten sind die Badegewässer in Bulgarien, wo nur 44,2 Prozent die höchsten Qualitätskriterien der EU erfüllen. Für den Bericht wurden rund 22'000 Badegewässer am Meer oder im Landesinneren in ganz Europa untersucht. (sep/sda)

Erstellt: 29.05.2018, 18:40 Uhr

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