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Roboter treiben Flugpreise in die Höhe

Knapp die Hälfte aller Suchanfragen bei Airlines stammen von automatisierten Computerprogrammen. Mit Folgen für den Passagier.

Wer abheben will, muss oft tiefer in die Tasche greifen: Eine Boeing 777 der Swiss Airlines startet am Flughafen Zürich. (14. November 2017)
Wer abheben will, muss oft tiefer in die Tasche greifen: Eine Boeing 777 der Swiss Airlines startet am Flughafen Zürich. (14. November 2017)
Christian Merz, Keystone
Die Lufthansa, zu der auch die Swiss gehört, sieht in den automatisierten Computerprogrammen kein Airline-spezifisches Problem.
Die Lufthansa, zu der auch die Swiss gehört, sieht in den automatisierten Computerprogrammen kein Airline-spezifisches Problem.
Axel Heimken/DPA, Keystone
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Wer eine Reise plant, will Flugpreise vergleichen. Doch auch die verschiedenen Vergleichs- und Buchungsportale sowie die Airlines selbst möchten wissen, wie viel die Konkurrenz verlangt. Wenn es aber zu keiner Zusammenarbeit zwischen Plattform und Airline kommt, setzen manche Firmen gemäss «NZZ am Sonntag» automatisierte Computerprogramme ein. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Studie der US-Firma Distil Networks, die rund 70 Gesellschaften berät. Zu ihren Kunden zählt auch die Lufthansa-Gruppe, zu der die Schweizer Airline Swiss gehört.

Diese Computerprogramme, sogenannte Bots, senden fiktive Buchungsanfragen an die Webseiten der Konkurrenz respektive Airlines. Inzwischen sollen solche Anfragen bereits 44 Prozent des gesamten Suchverkehrs ausmachen. Anna Westelius von Distil Networks erklärt: «Bots werden für eine Reihe von problematischen Aktivitäten eingesetzt. Das reicht vom permanenten Absaugen von Preisinformationen, über das Horten von Sitzen, so dass reale Kunden keinen Zugang haben, bis hin zu Versuchen, die Meilenkonten von Reisenden zu plündern.»

Lufthansa sei gewappnet

Das Nachfragen von Preisinformationen hat Folgen für den Passagier: Aufgrund der höheren, wenngleich auch fiktiven, Nachfrage, steigen die Preise.

Die Lufthansa wollte sich zu dem Problem gegenüber der «NZZ am Sonntag» nicht äussern – mit der Begründung, dass es sich dabei um keine Airline-spezifische Angelegenheit handle. Zudem seien sie dank «hochintelligenter Systeme» gegen solche Roboter gewappnet. Weil es sich dabei um ein sensibles Thema handle, wollte auch die Swiss dazu keine Stellung beziehen.

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