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Wo Christen und Muslime gut miteinander leben

Äthiopien gehört immer noch zu den ärmsten Staaten der Welt. Wer das mystische Land besucht, trifft auf Traditionen und Menschen, die einem ans Herz wachsen.

Die Felsenkirchen von Lalibela wurden vor fast 1000 Jahren in den roten Tuffstein gehauen. Foto: Jon Bratt (Getty Images)
Die Felsenkirchen von Lalibela wurden vor fast 1000 Jahren in den roten Tuffstein gehauen. Foto: Jon Bratt (Getty Images)

Wer von den Menschen des Sidama-Stammes zu einer Kaffeezeremonie eingeladen wird, hat schon einmal nichts falsch gemacht. «Bunna agi» sagt Senou Lanissou, die Herrin des Hauses, «lass uns eine Tasse Kaffee trinken», und lädt uns ein in ihr traditionelles Bambushaus, das eigentlich eher eine grosse Rundhütte ist, hier in Yirgalem, rund 500 Kilometer südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Über dem offenen Feuer röstet Senous älteste Tochter eine Handvoll frischer Kaffeebohnen. Dann zermahlt sie diese im Holzmörser und reicht eine Probe herum. Es liegt nun an den Gästen, die Arbeit mit einem lobenden «Schmeckt gut, mach weiter!» zu bestärken.

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