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Die Natur klagt anRhein und Rigi sollen vor Gericht ziehen dürfen

Nationalräte wollen der Umwelt einen Rechtsanspruch einräumen und die Bundesverfassung ändern. An der Spitze der globalen Mutter-Erde-Bewegung steht eine Frau aus dem Kanton Zug.

Doris Ragettli ist Mitgründerin der weltweiten Mutter-Erde-Bewegung.
Doris Ragettli ist Mitgründerin der weltweiten Mutter-Erde-Bewegung.
Foto: Tina Sturzenegger

Der Spöl, der vergiftete Bergbach im Nationalpark im Engadin, würde sicher vor Gericht ziehen. Die verseuchten Fische und Uhus aus der Gegend ebenso. Wenn sie nur könnten. Das ganze Ökosystem ist belastet, seit 2016 bei Sanierungsarbeiten an einer Staumauer Chemikalien in das Gewässer gelangten und sich danach im ganzen Tal verbreiteten.

Die Natur als Klägerin in einem Prozess: Das mag im ersten Moment seltsam erscheinen. Doch rund um den Globus gewinnt eine Bewegung an Einfluss, die genau diesen revolutionären Ansatz fordert. Nicht nur Menschen, Firmen, Vereine oder Stiftungen sollen Rechtspersonen sein, sondern auch Tiere, Pflanzen, Ökosysteme - schlicht die ganze Natur. Die Verfechter sehen darin das einzig wirksame Mittel, um die Erde vor der Zerstörung durch den Menschen zu schützen.

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