Ein Turner klagt an

Tragen die Regeln eine Mitschuld an den schweren Verletzungen während der Turnwettkämpfe in Rio? Ja, findet der Deutsche Fabian Hambüchen.

Ein Bild, das schmerzt: Samir Aït Saïd unmittelbar nach seiner fatalen Landung.

Ein Bild, das schmerzt: Samir Aït Saïd unmittelbar nach seiner fatalen Landung. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Ich mag die aktuelle Regelung nicht. Das alte System war einfacher und flexibler für jeden. Nun gehen die Athleten mehr an ihre Grenzen, es wird gefährlicher», sagte Fabian Hambüchen am Tag nach den gravierenden Unfällen von Samir Aït Saïd und Andreas Toba an den Olympischen Spielen.

Der Franzose Aït Saïd hatte sich einen doppelten Beinbruch zugezogen, Toba einen Kreuzbandriss. Vor Allem Aït Saïds Blessur – sein Unterschenkel stand gut sichtbar ab – hatte in der Halle und rund um den Erdball für Bestürzung gesorgt.

Nach den Sommerspielen 2004 in Athen war das alte Wertungssystem mit der Höchstnote 10,0 reformiert worden – als Reaktion auf einen Wertungsskandal. Seither gibt es eine Note für die Ausführung und einen Ausgangswert, der abhängig von der Schwierigkeit der Elemente unterschiedlich hoch ist.

Pechvogel Aït Saïd, der schon die letzten Spiele in London verletzt verpasst hatte und in Rio von den Sanitätern mitsamt der Trage fallengelassen wurde, meldete sich unterdessen vom Krankenbett aus zu Wort: «Glaubt mir, der Traum von Olympia 2020 in Tokio lebt. Sobald ich mich erholt habe, werde ich wieder mit dem Training beginnen.» (ak)

Erstellt: 07.08.2016, 20:07 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Blogs

Mamablog Mit Kindern über Flüchtlinge reden

Nachspielzeit Beim Foulpenalty ist zu vieles faul

Die Welt in Bildern

Hoch über dem Alltag: Eine Frau sitzt auf einer Hängebrücke und blickt hinunter auf den Schlegeis-Stausee bei Ginzling in Österreich. (21. Oktober 2018)
(Bild: Lisi Niesner) Mehr...