Wenn Wettkampfpferde Langstrecke fliegen

200 Pferde fliegen an die Olympischen Spiele nach Rio. Vom Check-in bis zur Bordverpflegung – die Fakten zum aussergewöhnlichen Flug.

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Es war ein besonderer Flug, der am Freitag (29. Juli) den Flughafen London Stansted um 16.02 Uhr verliess. EK 9387 hatte eine Fracht im Wert von mehreren Millionen an Bord. 34 Wettkampfpferde aus zehn Nationen mit einem Gewicht von 17'500 Kilogramm wurden mit einer Boeing 777F von Emirates Skycargo nach Rio de Janeiro transportiert.

Nach rund 11:40 Stunden landete der Frachter in der Olympiastadt. Dort werden die Pferde der Reiter aus Australien, Brasilien, China, Grossbritannien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland und Zimbabwe schon bald Wettkämpfe im Springen, in der Dressur und in der Vielseitigkeitsprüfung bestreiten. Insgesamt werden in den kommenden Tagen neun solche Spezialflüge durchgeführt.

Wettkampfpferde sind Fliegen gewohnt

Neben den 200 Pferden aus 43 Teilnehmerländern werden auch Ausrüstungen wie Wassereimer, Decken oder Satteltaschen und Futter transportiert. Die Tiere werden an Bord bestens betreut. Neben Betreuungspersonen fliegen auch Ärzte mit. Für die meisten der Pferde ist der Flug auch kein Stress. Sie sind die Reisen im Flugzeug gewohnt, weil sie schon oft von Wettkampfort zu Wettkampfort geflogen wurden.

Dennoch sind Flüge mit Pferden eine ganz spezielle Angelegenheit. Denn sie müssen genau geplant werden. Dazu fünf weitere Fakten:

Wie läuft das Check-in?
Die Pferde müssen je zu genau festgelegten Zeiten am Flughafen eintreffen, damit die Beladung nach Plan vorgenommen werden kann.

Gibt es eine Passkontrolle?
Jedes Pferd hat einen Pass und braucht auch ein Arztzeugnis. Zudem werden die Tiere für Reisen mit einem Mikrochip gekennzeichnet.

Gibt es Flugbegleiter?
An Bord fliegen Fachkräfte mit, die sich im Transport von Pferden auskennen. Zudem befinden sich für Notfälle Ärzte an Bord.

Welches Menü bekommen Pferde an Bord?
Vor dem Flug essen die Pferde einen Kleiebrei. An Bord bekommen sie Heu und 40 Liter Wasser. Einige Pferde stehen auf Schorle. Bei ihnen gibt man einen Schuss Apfelsaft in das Wasser, um es schmackhafter zu machen.

Wer fliegt vorne?
Unterschiedliche Klassen gibt es nicht an Bord. Aber eines ist festgelegt. Die Hengste fliegen ganz vorne, damit sie nicht von den Stuten abgelenkt werden.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Impressionen vom Transport der Pferde von London nach Rio.

Erstellt: 07.08.2016, 09:55 Uhr

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