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Am Ende ist es Silber

Timea Bacsinszky und Martina Hingis holen in Rio den zweiten Platz – beim Start der Spiele hätten wohl wenige damit gerechnet.

Höhepunkt im House of Switzerland: Martina Hingis (links) und Timea Bacsinszky präsentieren ihre Medaille. (14. August 2016)
Höhepunkt im House of Switzerland: Martina Hingis (links) und Timea Bacsinszky präsentieren ihre Medaille. (14. August 2016)
Laurent Gillieron, Keystone
Die Brasilianer stehen Schlange, um die Schweizer Tennis-Girls zu sehen. (14. August 2016)
Die Brasilianer stehen Schlange, um die Schweizer Tennis-Girls zu sehen. (14. August 2016)
Laurent Giullieron, Keystone
Freudensprung: Die Russinnen hält es vor lauter Freude nicht mehr auf dem Boden. Das Duo Makarowa/Wesnina ist überglücklich nach dem Gewinn der Goldmedaille.
Freudensprung: Die Russinnen hält es vor lauter Freude nicht mehr auf dem Boden. Das Duo Makarowa/Wesnina ist überglücklich nach dem Gewinn der Goldmedaille.
Luis Acosta, AFP
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Bei der Siegerehrung hatten sie kurz Mühe, sich zu freuen. Die Tränen waren noch nicht ganz getrocknet. Das Finalspiel gegen die russischen Olympiasiegerinnen Makarowa/Wesnina ging erst vor wenigen Minuten zu Ende. Trotz Niederlage: Timea Bacsinszky und Martina Hingis holen Silber im olympischen Frauendoppel. «Dass wir Silber gewonnen haben überwiegt definitiv», antwortete Hingis auf die Frage, ob sie nun eher traurig oder glücklich seien.

Nach den etlichen Absagen im Schweizer Tennisteam ist der zweite Platz ein äusserst positives Resultat. Das neu zusammengewürfelte Duo Bacsinszky/Hingis zeigte ein grandioses Turnier und kämpfte sich bis in den Final. «Am Anfang des Turniers sprach alles gegen uns. Nun stehen wir da mit Silbermedaille. Gratulation an Timi, sie hat sich so verbessert von Spiel zu Spiel», sagte Hingis gegenüber SRF.

Das Spiel um die Goldmedaille dauerte eine Stunde und 38 Minuten. Bei den russischen Siegerinnen zeigte insbesondere Jekaterina Makarowa eine überragende Leistung. Jelena Wesnina steigerte sich im zweiten Satz ebenfalls. In den letzten beiden Aufschlagspielen der Russinnen gewannen die Schweizerinnen keinen einzigen Ballwechsel mehr.

Die Breaks kassierten die Schweizerinnen zum 3:4 im ersten Satz bei Aufschlag Martina Hingis und zum 4:5 im zweiten Satz bei Aufschlag Timea Bacsinszky.

Aber auch Bacsinszky/Hingis erspielten sich Möglichkeiten: Sie vergaben während der Partie sechs Breakbälle: zwei bei 2:1 im ersten Satz, einen bei 3:5 im ersten Durchgang und sogar drei beim Skore von 3:2 im zweiten Satz.

Die Schweizerinnen zeigten im halbleeren Stadion gewiss nicht ihr bestes Spiel in dieser Woche. Insbesondere Timea Bacsinszky unterliefen zu viele Fehler. In der entscheidenden Phase des ersten Satzes offenbarten Bacsinszky und Hingis Abstimmungsprobleme, was es seit dem Erstrundenspiel nicht mehr gegeben hatte.

«Heute hat nicht das Glück gefehlt, sie waren einfach besser. Sie haben besser aufgeschlagen», sagte Bacsinszky nach der Siegerehrung und bedanke sich bei Hingis dafür, dass sie mit ihr spielen durfte. «Es war ein Traum für mich, mit Martina spielen zu können.» Am Schluss sagte Hingis noch, dass sie nach diesem emotionalen Turnier gerne wieder einmal mit Bacsinszky spielen würde.

Jekaterina Makarowa und Jelena Wesnina zählen zu den stärksten Doppelspielerinnen der Welt: 2013 gewannen sie ohne Satzverlust das French Open, 2014 das US Open. (jwi/si)

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