Auf schmalem Grat Richtung Ziel A

Trotz der knapp verpassten Medaille haben die Schweizer Fechter positive Signale ausgesandt.

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Nun läuft es also auf das hinaus, was die Schweizer Degenfechter seit 2010 anstreben: den Mannschaftswettkampf an den Spielen in Rio vom nächsten Sonntag. Vor sechs Jahren erfuhren sie, damals noch unter Nationaltrainer Rolf Kalich, dass ein solcher in London nicht im Programm stehen wird. Die Konsternation war gross, zumal sich da eine Equipe gefunden hatte, die Erfolg versprach und dies 2011 mit WM-Bronze und EM-Silber auch bewies.

In den vergangenen Wochen nun haben Benjamin Steffen, Max Heinzer, Fabian Kauter und Peer Borsky wiederholt betont, dass ihnen der Teamwettkampf wichtiger sei als das Einzel. Das war nicht eine leere Floskel, um sich im ersten Wettkampf ein wenig Druck zu nehmen, dieser Gedanke war in den vergangenen Jahren zur Maxime er­hoben worden und hatte von allen ein grosses Mass an Engagement, ein klares Commitment, verlangt.

Wie schmal der Grat im Fechten aber ist, hat ihnen der gestrige Tag wieder einmal schmerzlich aufgezeigt. Ziel B, Spitzenplätze im Einzel, verfehlte das Trio Steffen, Heinzer und Kauter auf unterschiedliche Art, Richtung Ziel A ist der Grat allerdings nicht etwa breiter. Kommt hinzu, dass Heinzer nun noch im Ungewissen ist, was seine Wadenverletzung betrifft.

Positiv stimmende Zeichen hat es trotz allem gestern auch gegeben: Wie sich beispielsweise Kauter im Viertel­final gegen Borel nach einem 5-Punkte-Rückstand ins Gefecht zurückkämpfte, und dass Heinzer wie auch Steffen erst am späteren Olympiasieger Sangyeong Park scheiterten. Und bis Sonntag dürfte auch Steffen seine grosse ­Enttäuschung überwunden haben.

Erstellt: 10.08.2016, 00:30 Uhr

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