Bolts Meisterstück zum Abschied

Der Sprint-Superstar schreibt mit der 4x100-Meter-Staffel einmal mehr Geschichte – und spricht dann über seinen bevorstehenden Rücktritt.

Auf und davon: Usain Bolt sprintet zur Goldmedaille für Jamaikas Staffel. (Video: SRF)

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2925 Tage nach seinem ersten Olympiasieg in Peking über 100 m schloss Usain Bolt sein historisches Kapitel Sommerspiele erfolgreich ab. Sein Eintrag in den Geschichtsbüchern der Leichtathletik ist ihm sicher. Wie der Finne Paavo Nurmi und der Amerikaner Carl Lewis steht er nun bei neun Goldmedaillen.

Zwei Tage vor seinem 30. Geburtstag gewann der Jamaikaner mit der Sprintstaffel über 4x100 Meter Gold und machte damit sein «Triple-Triple» von drei Goldmedaillen an drei Olympischen Spielen perfekt. Es war ein famoser Olympia-Abschied des Superstars, der nach der WM 2017 in London seine einzigartige Karriere beenden wird. Bolt hielt Wort, denn vor dem Rennen sagte er: «Ich werde euch eine grossartige Show liefern.»

«Ich bin der Grösste»

Mit neun Goldmedaillen schliesst Bolt zum US-Amerikaner Carl Lewis und dem Finnen Paavo Nurmi gleich – nur noch Michael Phelps konnte mehr Gold sammeln, als der Sprintstar. Allerdings brauchte Lewis vier Olympia-Teilnahmen für diese Anzahl an Siegen, Nurmi durfte in ungleich mehreren Disziplinen antreten. Auch deshalb sagte ein euphorisierter Bolt nach seinem erneuten Goldstück: «Ich bin der Grösste. Ich bin erleichtert. Dieser Traum ist wahr geworden. Ich bin glücklich, stolz auf mich.»

Auf Twitter doppelte er anschliessend nach: «Meine Fans, ihr habt nicht eine Minute an mir gezweifelt. Aus diesem Grund gehöre ich euch für immer.» In der Arena wurde Bolt frenetisch gefeiert, für ihn die Entschädigung seiner täglichen Strapazen. Kürzlich sagte er in einem Interview: «Ich wache am Morgen auf und würde gerne noch etwas liegen bleiben. Aber dann sage ich mir: ‹Du musst los›.» Dafür wurde er in Rio endgültig entschädigt.

Zukunft nach Karriere noch ungewiss

In London wird Bolt sicher noch die 100 Meter bestreiten, ob er auch über 200 Meter antreten werde, müsse sein Trainer entscheiden. Danach winkt der Ruhestand. Pläne für die freie Zeit hat er noch nicht: «Vielleicht erfülle ich den Wunsch meiner Mutter Jennifer und gründe endlich eine eigene Familie.» Lachend fügte die lebende Sprint-Legende noch an: «Auf jeden Fall werde ich nicht Trainer.» (fas)

Erstellt: 20.08.2016, 06:03 Uhr

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