Boris Becker schimpft über Fussball

Die deutsche Tennislegende zieht über das Fernsehen her und wettert gegen die Organisation in Rio.

Boris Becker äusserte sich kritisch zum Fussball und den Olympischen Spielen in Rio.

Boris Becker äusserte sich kritisch zum Fussball und den Olympischen Spielen in Rio. Bild: Keystone

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Eigentlich hätte Boris Becker zum Feiern zumute sein können. In Köln durfte er die Auszeichnung zur «Lichtgestalt des Jahres», die jährlich durch den «Express» vergeben wird, abholen. Einen Preis, den in den vergangenen Jahren Witali Klitschko und die deutsche Fussballnationalmannschaft erhielten.

Den Preis erhielt der 48-Jährige nicht für seine Grand-Slam-Siege, sondern für sein Engagement für benachteiligte Kinder und in der Elton-John-Aids-Stiftung. «Das ist der erste Preis, den ich für mein Lebenswerk erhalte», sagte Becker vor den rund 1000 Gästen, bevor es mit den Feierlichkeiten vorbei war.

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Läuft zu viel Fussball im TV?




Zuerst schimpfte er über die seines Erachtens zu grosse Präsenz des Fussballs: «Olympia hat das ja gezeigt. Es läuft zu viel Fussball im TV.» Insbesondere die immer grössere Kommerzialisierung ist Becker ein Dorn im Auge. «Vielleicht sollte man das bei den nächsten Spielen mal berücksichtigen. Es geht nicht um die Sponsoren, es geht um die Sportler», so Becker.

Ohnehin liess der sechsfache Grand-Slam-Champion kein gutes Haar an der Organisation in Rio: «Die Toilette im Dorf ging vielleicht jeden zweiten Tag. Das Wasser in der Dusche kam aus der Wand. Das Essen in der Mensa – erst war man begeistert, aber nach drei Tagen kann man es nicht mehr sehen.» Becker selbst hatte 1992 im Doppel mit Michael Stich an den Olympischen Spielen die Goldmedaille gewonnen. (fas)

Erstellt: 24.08.2016, 13:40 Uhr

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