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Gold, das nicht blenden darf

Olympische Erfolge sind schön, aber auch gefährlich.

Swiss Olympic hatte die Zielvorgabe für Rio mit fünf Medaillen zwar tief, aber doch realistisch angesetzt. Mit dem Olympiasieg von Nino Schurter hat die Schweiz sie nun klar übertroffen, auch ohne Roger ­Federer: 7 Medaillen, davon 3 goldene, bedeuten die qualitativ beste Bilanz seit 1996. Erst zum zweiten Mal in den vergangenen 60 Jahren stellte die Schweiz an Sommerspielen mehr als zwei Olympiasieger – nach Atlanta, wo es vor 20 Jahren vier waren.

Erfolge sind schön, aber auch gefährlich. Sie ­bergen die Gefahr, genügsam zu machen und heikle Entwicklungen zu überdecken. Delegationschef Ralph Stöckli wies in seiner Schlussbilanz denn auch darauf hin, dass sein Team in Rio am Anschlag war. Da gebe es Betreuer, die nächtelang im Einsatz standen und dazwischen noch Spaghetti kochten für die Athleten – während andere vergleichbare Nationen in Rio über ­externe Hochleistungszentren verfügten, mit Sportwissenschaftlern, Ernährungsberatern, Köchen.

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