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Vom Segen der StrukturRituale lindern Angst und Stress

Rituelle Handlungen können laut einer neuen Studie Ängste und Stressgefühle lindern.
3 Kommentare
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    Sacha Meier

    Die beruhigende und stabilisierende Wirkung von Ritualen nutzen längst auch schon Politiker und deren finanzstarke Lobbyisten. Besonders, wenn es darum geht, monarchische, autokratische, oder lobbyistische Regierungsstrukturen durch demokratisch anmutende Zeremonien (etwa rituelle Wahlen und Abstimmungen) in voller Öffentlichkeit zu verstecken. Nicht umsonst hat etwa der russische de facto Zar auf Lebzeiten, Wladimir Putin, seine berühmte «Gelenkte Demokratie» erfunden. Sogar Xi Jin-Ping, Kim Jong-un und Erdogan nutzen gelegentlich solche Zeremonien, um ihre Macht zu festigen. In den modernen, westlichen postdemokratischen Ländern regiert fast überall die Lobbykative. Die Stimmbürger haben bei weichenstellenden wirtschafts-, sozial- und energiepolitischen Entscheiden nichts zu sagen. Dafür wird den Stimmenden staatspolitisch bedeutungsloses Futter gereicht. Etwa, indem sie über Burkaverbote, für sie unvorteilhafte Steuerregime, oder öffentliche Beschaffungen mitbestimmen dürfen. Den Bürgern gelingt die erfolgreiche Verdrängung ihrer Deklassierung in die Bedeutungslosigkeit, indem man stets die formellen und rituellen Aspekte (direkter) Demokratien hervorhebt. Ist eben immer eine Frage, wie man dem Bürger für ihn unvorteilhafte Entscheide «verkauft». Mit einer hochgiftigen, umweltschädlichen, sowie hochexplosiven Chemikalie würde niemand herumfahren wollen. Mit Benzin, das man rasch, unkompliziert und komfortabel an hellen, freundlichen Tankstellen beziehen kann, schon. ;-)