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Freeriden in EngelbergSämis Gespür für Schnee

Zwei Tage im Tiefschnee am Titlis: Bergführer Sämi Speck und ein Snow-&-Safety-Kurs geben Freeridern Sicherheit. Ein Selbstversuch.

Mit grossem Schwung den Titlis runter. Der 3200 Meter hohe Berg ist ein Paradies für Freerider.
Mit grossem Schwung den Titlis runter. Der 3200 Meter hohe Berg ist ein Paradies für Freerider.
Foto: PD

Da war etwas in seiner Stimme, das mich sofort stoppen liess. «Hinter mir bleiben!», hatte Sämi Speck gerufen und meinen mit Serotonin befeuerten Ritt über die Rückseite des Titlis abrupt unterbrochen. Zuvor war ich den unberührten, mit perfektem Pulverschnee gesegneten Galtiberggletscher hinuntergeflogen und zweimal am wartenden Bergführer vorbeigefahren. Dabei war Regel Nummer Eins auf dieser Skitour: Immer oberhalb vom Bergführer anhalten. Doch wie nur in solchen Momenten voller Glückshormone an Regeln denken?

Er versteht Schnee: Bergführer Sämi Speck.
Er versteht Schnee: Bergführer Sämi Speck.
Foto: Yann Cherix

Aber dann hallten diese drei Worte durch die Schlucht. Bergführer Speck zeigte mit seinem Skistock auf eine Traverse, die sich um einen Felsen schlang, am Fuss der 500 Meter hohen Titlisnordwand entlangzog und in einem 50 Grad steilen Hang eine Spur für knapp zwei Ski freihielt. «Auf keinen Fall verpassen, sonst landest du tief unten im Lawinen- und Geröllboden. Dort will niemand hin.» Statt Glückshormone flutete nun Adrenalin den Körper.

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