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Ronald BellSänger von Kool & the Gang gestorben

Der Sänger und Komponist ist im Alter von 68 Jahren in seinem Haus auf den Amerikanischen Jungferninseln gestorben. Der zehnfache Vater muslimischen Glaubens schrieb und produzierte die grössten Hits der legendären Funk-Band.

Ronald Bell bei einem Auftritt mit seiner Band Kool & the Gang an der AVO-Session in Basel am 5. November 2002.
Ronald Bell bei einem Auftritt mit seiner Band Kool & the Gang an der AVO-Session in Basel am 5. November 2002.
Foto: Markus Stücklin (Keystone)

Der Musiker und Mitbegründer der US-Funkband Kool & The Gang, Ronald Bell, ist tot. Dies berichteten US-Medien, darunter der «Rolling Stone» und «Variety», übereinstimmend.

Der später auch als Khalis Bayyan bekannte Bell sei am Mittwoch im Alter von 68 Jahren in seinem Haus auf den Amerikanischen Jungferninseln in der Karibik gestorben, schrieb «Variety» unter Berufung auf ein Statement von Bells Ehefrau und Agentin Tia Sinclair Bell. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Bell wurde am 1. November 1951 im Bundesstaat Ohio geboren. Er spielte Saxophon und Keyboard.

Die Band um die Brüder Ronald Bell und Robert «Kool» Bell hatte in den 1970er Jahren ihren Durchbruch gefeiert. Mit Hits wie «Ladies Night», «Get Down on It», «Joanna» und «Celebration» – ihr einziger Nummer-1-Hit in den USA – stürmten sie die Charts und brachten mit ihrem Soul-Disco-Funk Menschen in aller Welt zum Tanzen. Ihre Musik schaffte es auch nach Hollywood auf die Soundtracks von Filmen wie «Rocky» und «Saturday Night Fever». Regisseur Quentin Tarantino benutzte den Party-Hit «Jungle Boogie» für «Pulp Fiction».

Kool & The Gang gewannen zwei Grammy Awards. Ihre Fusion von Soul, Jazz und Funk inspirierte viele Künstler. Der knackige Bläsersatz aus «Jungle Boogie» von 1973 wurde auf mehr als 100 Songs gesampelt – unter anderen von den Beastie Boys.

Bell war Muslim und erhielt den Namen Khalis Bayyan . Er war verheiratet und hatte 10 Kinder. Sein wohl bekanntester Sprössling ist Sänger Rachid «Rasalus» Bell, der unter dem Künstlernamen Ra auftritt.

dpa/nag