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Frühfranzösisch für Arztrechnungen

Für kassenpflichtige medizinische Leistungen gibt es zwei Abrechnungssysteme. Bei Tiers garant bezahlt der Patient die Rechnung und bekommt den versicherten Anteil von der Kasse zurück. Bei Tiers payant bezahlt die Kasse die Rechnung und fordert vom Patienten die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) zurück.

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Wer bei der Wahl seiner Krankenkasse ausschliesslich auf Prämienhöhe, Kundenzufriedenheit, Franchise und Versicherungsmodell (Standard, Telmed, Hausarzt oder HMO) schaut, erlebt vielleicht beim nächsten medizinischen Vorfall sein blaues finanzielles Wunder. Je nachdem, ob nach dem System Tiers garant oder Tiers payant abgerechnet wird, bekommt die Kasse oder der Patient die Rechnung.

  • Tiers garant: Du bekommst die Rechnung, musst diese bezahlen und dann bei der Krankenkasse einreichen. Die Kasse bezahlt dir gemäss Versicherungsdeckung und Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) einen Teil des Rechnungsbetrags zurück.
  • Tiers payant: Die Krankenkasse bekommt die Rechnung und du bekommst eine Kopie. Die Kasse kontrolliert die Rechnung, bezahlt den Gesamtbetrag, schickt dir eine Leistungsabrechnung und stellt die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) sowie nicht versicherte Leistungen in Rechnung. Dieses System ist bei stationären Behandlungen im Spital gesetzlich vorgeschrieben. Oft bekommt der Patient keine Rechnungskopie und kann so seine Krankenkasse nicht informieren, wenn Leistungen auf der Rechnung stehen, die gar nicht erbracht worden sind. Die Kasse kann nur kontrollieren, ob die Leistungen auf der Rechnung versichert sind.

Ärzte, Apotheken oder andere ambulante Leistungserbringer können sowohl nach Tiers garant als auch Tiers payant abrechnen, je nachdem, was Kassen und Leistungserbringer im jeweiligen Kanton vereinbaren.

Comparis-Tipp: Informiere dich vor Abschluss einer Krankenversicherung, welches Zahlungssystem die Krankenkasse in welchen Fällen anwendet.

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