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«Eigentlich wollte ich Flugzeugmechanikerin werden»

Für ein Fernstudium entscheiden sich vor allem Personen mit knappem Zeitbudget. Eine von ihnen ist Diana Rothen, die neben der Betreuung ihres Sohnes und einem 90-Prozent-Arbeitspensum an der Fernfachhochschule Schweiz den Executive MBA absolviert hat. Mit der Weiterbildung kommt sie ihrem Berufswunsch wieder einen Schritt näher. www.ffhs.ch

Diana Rothen arbeitet als Technikerin im Kompetenzzentrum zivile Generatoren in der Luftfahrtindustrie der Ruag. Den Executive MBA hat sie dank einem Fernstudium an der FFHS geschafft.
Diana Rothen arbeitet als Technikerin im Kompetenzzentrum zivile Generatoren in der Luftfahrtindustrie der Ruag. Den Executive MBA hat sie dank einem Fernstudium an der FFHS geschafft.

FFHS-Studierende entsprechen nicht dem typischen Fachhochschulstudenten. Mit durchschnittlich 30 Jahren sind sie schon etwas älter, sie müssen Beruf, Familie und Studium unter einen Hut bringen oder haben Berufe, die unregelmässige Einsatzzeiten erfordern. Eines ist ihnen daher gemeinsam: Sie haben weder die Zeit noch die Möglichkeit, viel in Präsenzunterricht zu investieren, sondern sind auf eine zeitlich und örtlich flexible Lösung angewiesen.

Eine gute Planung ist die halbe Miete

Auch die Elektromechanikerin Diana Rothen fand im Fernstudium die Lösung, als sie sich nach einer Weiterbildung umschaute. Bei Studienbeginn war die heute 36-Jährige alleinerziehend und zu 90 Prozent arbeitstätig. Dank dem Fernstudium und einer strikten Planung erreichte sie ihr Weiterbildungsziel dennoch: Im Juli 2010 schloss sie das Studium zum Executive MBA erfolgreich ab. Gelernt hat sie oft auf dem Arbeitsweg im Auto mithilfe einer CD, und vor Prüfungen oder für umfangreiche Arbeiten bezog sie jeweils Ferien. «Aber 70 Prozent des Stoffes habe ich gelernt, indem ich aufmerksam dem Unterricht folgte und mir Notizen machte», so Diana Rothen.

Der klassische Unterricht beschränkt sich an der FFHS auf einen Samstag alle zwei Wochen oder jeden Montagabend. Ansonsten sind die Studierenden frei zu lernen, wann und wo sie wollen – immer mit Unterstützung der Dozierenden via Online-Plattform. So erarbeiten sie den grössten Teil des Lernstoffs, der dann im praxisnahen Präsenzunterricht überprüft und gefestigt wird. Das macht das Fernstudium ausserordentlich flexibel, erfordert aber auf der anderen Seite Selbstdisziplin und Motivation. Für die alternative Lernform entscheiden sich deshalb vor allem Personen, die ein klares Ziel vor Augen haben und dies auf einem anderen Weg gar nicht erreichen könnten.

Fernziel Selbstständigkeit

Auch Diana Rothen hat klare Vorstellungen, wohin es beruflich gehen soll. Seit 2007 arbeitet die Technikerin im Fachengineering für Elektrogeräte bei der Ruag Aviation in Interlaken. «Eigentlich wollte ich Flugzeugmechanikerin werden. Das war damals aber nur bei der Swissair möglich, und verständlicherweise waren meine Eltern nicht begeistert, mich so jung alleine nach Zürich gehen zu lassen», erzählt sie. So wählte sie die Alternative Elektromechanikerin, weil sie sich davon die grösstmöglichen Perspektiven versprach, doch einen Einstieg in die Luftfahrtindustrie zu finden. Mit der Weiterbildung in Betriebswirtschaft möchte sie ihr Fernziel Selbstständigkeit vorantreiben. Die Geschäftsidee, die sie in ihrer Abschlussarbeit auf Herz und Nieren getestet hat, möchte sie jedoch noch nicht verraten. «Nur soviel: Es hat etwas mit den Flugpionieren Horten zu tun.»

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