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«Firmen brauchen Räume, die mit ihnen wachsen»

Bei Westhive ist die Zukunft des Arbeitens schon Realität. Andreas Widmer, Gründer und Partner des Unternehmens, erklärt sein Geschäftsmodell.

«Wer sich auf einen Coworking Space einlässt, bricht Monotonie und Routine.»
«Wer sich auf einen Coworking Space einlässt, bricht Monotonie und Routine.»
Stevan Bukvic

Warum ist ein Unternehmen in Ihrem Coworking Space besser aufgehoben als in einem herkömmlichen Büro? Da gibt es viele Gründe. Ein ganz wichtiger ist sicherlich die Flexibilität. Wenn Sie einen Mietvertrag für Büroräume abschliessen, gilt der in der Regel für zehn Jahre. Aber wissen Sie, wie Ihre Firma in zehn Jahren dasteht? Was Sie brauchen, ist ein Raum, der mit dem Unternehmen wächst. Bei uns im Westhive betragen die Kündigungsfristen zwischen zwei und sechs Monate.

Sie halten das traditionelle Muster für überholt… Ja, auch weil es viel Kapital braucht, ein eigenes Büro einzurichten. Dieses Geld ist dann langfristig gebunden und steht nicht für Innovationen zur Verfügung. Bei uns haben Sie neben den Büroräumlichkeiten auch noch einen Empfang, ein gastronomisches Angebot und diverse Sitzungszimmer bis zum Eventspace. Das können sich sonst nur grosse Firmen leisten.

Waren Sie von Anfang an überzeugt vom Coworking Space als Geschäftsidee? Ich hatte schon auch Zweifel. Aber wenn niemand an eine Vision glaubt und ein Ziel verfolgt, gibt es keine Entwicklung. Das gilt auch für unsere Kundschaft. Wer sich auf einen Coworking Space einlässt, bricht Monotonie und Routine – und lernt so viele unterschiedliche Leute kennen wie sonst nirgendwo im Berufsleben.

Der Coworking Space als Networking-Plattform? Genau! Gerade neue Firmen brauchen Netzwerke. Aus diesem Grund bieten wir eine Vielzahl von Events, die unseren Members helfen, sich zu präsentieren und zu vernetzen. Zum Beispiel laden wir sechs-, siebenmal im Jahr zu einem Frühstück mit einem spannenden Gast ein, der einen Vortrag hält.

Was bringt so eine Veranstaltung konkret? Patrik Schär vom Finance-Start-up Selma ist so zum Beispiel mit der VZ Holding ins Gespräch gekommen. Inzwischen gibt es ein sehr erfolgreiches Produkt für die 3. Säule von Selma, das über VZ läuft. Wenn man offen ist und miteinander redet, können Dinge entstehen, an die man gar nicht gedacht hat.

Patrik Schär von Selma über die Vorteile eines Coworking Space. Video: Stevan Bukvic

Sprechen wir über ein Vorurteil: Im Coworking Space ist der Platz für den Einzelnen knapp bemessen… Natürlich müssen wird den Platz aus ökonomischen Gründen optimieren und können keine zwei Meter langen Schreibtische bieten. Wir wissen aber, dass der persönliche Arbeitsplatz im Zentrum von allem steht. Anders als manche internationale Konkurrenten, die pro Desk 4,5 Quadratmeter rechnen, sind es bei uns über 8 Quadratmeter. Und in Zukunft wird es fast nur noch höhenverstellbare Tische geben. Mit dem Platz, den wir gewinnen, schaffen wir Raum für allgemein nutzbare Bereiche, wie z.B. Lounge Ecken für spontane Meetings, Ruheräume oder neu auch für eine Teamküche mit Sonnenterrasse fürs gemeinsame Koch Happening.

Warum befindet sich Ihr wichtigster Coworking Space im Zürcher Kreis 5 und nicht an einem Ort, wo Sie die Plätze günstiger anbieten könnten? Weil ein attraktiver Arbeitsort für eine Firma im Kampf um gute Mitarbeiter essentiell ist. Auch grössere Firmen, die an weniger beliebten Standorten zu Hause sind, können einzelne Teams zu uns auslagern und so das begehrte Personal von sich überzeugen. Damit eine Firma florieren kann, müssen die Angestellten am Arbeitsplatz happy sein. Und weil es mehr als einen idealen Arbeitsort gibt, erweitern wir unser Angebot dieses Jahr um ein halbes Dutzend Standorte. So gibt es beispielsweise bald Coworking in Westhive Qualität am Bleicherweg in Zürich, in Wollishofen und auch im Basler Messequartier.

Was spricht in Ihren Augen für das Zürcher Industriequartier? Das Quartier ist überaus lebendig. Und bis zur Limmat sind es nur ein paar Schritte, das ist gerade im Sommer ein grosses Plus. Zudem verfügen wir über eine hervorragende Verkehrsanbindung. Das Tram hält direkt vor unserer Tür.

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