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«Unsere Studierenden denken praxisnah»

Die grosse Mehrheit der Dozierenden der Fachhochschule Schweiz (FFHS) ist hauptberuflich in der Privatwirtschaft tätig. So auch Sven Thiebus, der Qualitäts- und Innovationsmanagement unterrichtet. Seine grosse berufliche Erfahrung bringt er gerne in den Unterricht ein – und oft wünscht er sich, die Studierenden würden ihre guten Ideen gleich in die Tat umsetzen.

www.ffhs.ch

Sven Thiebus unterrichtet an der FFHS Innovations- und Qualitätsmanagement. Er hat umfangreiche Erfahrungen als Ingenieur in der Privatwirtschaft gesammelt und ist seit einem Jahr mit einem Beratungsunternehmen selbstständig.

Studierende der FFHS stehen mitten im Berufsleben. Denn sie absolvieren ihr Studium grösstenteils orts- und zeitunabhängig, so dass sie Beruf und Studium unter einen Hut bringen. Doch nicht nur das: Auch die Mehrheit der Dozierenden der FFHS ist hauptberuflich in der Privatwirtschaft tätig. Die Fachhochschule mit Regionalzentren in Zürich, Basel, Bern und Brig sucht diese grosse Nähe zur Praxis bewusst. Dadurch erreicht sie, dass die vermittelten Inhalte praxisnah und auf dem neuesten Stand sind – und umgekehrt sind auch die beruflichen Erfahrungen der Studierenden für die Dozierenden ein Gewinn. Und damit die Qualität des Unterrichts stimmt, bietet die FFHS ihren Dozierenden ein grosses Angebot an didaktischen Weiterbildungen und unterstützt sie bei der Planung der Kurse.

Ein Beispiel ist Sven Thiebus, der an der FFHS im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Innovations- und Qualitätsmanagement unterrichtet. Der Ingenieur kann aus einem breiten Erfahrungsschatz schöpfen. Erfahrungen sammelte er in seinen beiden Fachgebieten in der Automobilbranche, dem Anlagenbau, der Solarindustrie, der Medizinaltechnik und auch im Servicebereich. Seine Berufslaufbahn in der Privatwirtschaft umfasste alle Stufen von der Projektleitung bis zur Führungsposition. Seit einem Jahr ist Thiebus selbstständig und führt ein Beratungsunternehmen (www.thiebus.com), das KMU bezüglich Qualitäts- und Innovationsmanagement berät.

Qualitäts- und Innovationsmanagement

Im Qualitätsmanagement steht die Zufriedenheit der Kunden mit Serviceleistungen und Produkten im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Es geht darum, in effizienter und kostengünstiger Weise Qualitätsmanagementsysteme und weitere Prozesse zu überarbeiten und auf den neuesten Stand zu bringen oder Zertifizierungen (beispielsweise ISO-Normen) zu erlangen. Das Innovationsmanagement befasst sich mit der bestmöglichen Entwicklung von Produkt-, Service- und Prozessinnovationen. Studierenden vermittelt die FFHS hierzu beispielsweise Kreativitätsmethoden, das richtige Projektmanagement und die Bewertung von Risiken und Chancen. So können sie künftig die vielversprechendsten Innovationsprojekte bestimmen und mit Nachdruck vorantreiben und umsetzen.

Berufserfahrung an Fachhochschule besonders wichtig

«Eine breite Praxiserfahrung ist gerade im Fachhochschulbereich sehr wichtig», sagt Sven Thiebus. «Die Studierenden der FFHS stehen im Berufsleben und denken entsprechend praxisnah, oft auch auf den eigenen Arbeitgeber bezogen.» Im Unterricht werden den Studierenden die Inhalte berufsnah vermittelt, und auch die kritische, auf die Umsetzung bezogene Diskussion, kommt nicht zu kurz. «Dozierende sollen mit den Studierenden auf Augenhöhe diskutieren und Lösungen entwickeln können», ist Thiebus überzeugt. «In meinen Augen sind Coaching und Beratung der Studierenden viel erfolgreicher, wenn Dozierende vielfältige berufliche Erfahrungen vorweisen können.»

Die Praxis stets im Blick

Dozierende aus der Praxis haben schneller ein Beispiel zur Hand, und auch Chancen und Risiken können sie anschaulicher einordnen und vermitteln. Speziell im Innovationsmanagement – eines der Fächer von Thiebus – ist es wichtig, die Arbeitswelt im Blick zu haben und sich Problemen, die jenseits theoretischer Modelle auftauchen können, bewusst zu sein. Denn, die Diskussion und Umsetzung von Innovationen findet in einem grossen Spannungsfeld statt. «Entscheidend dafür, ob eine Innovation über das Planungsstadium hinauskommt, sind oft Anträge, die möglichst konkret und praxisbezogen auf die Umsetzung eingehen und den finanziellen Nutzen quantifizieren.» Thiebus versucht deshalb, Theorien und Modelle im Unterricht stets mit Beispielen aus der Arbeitswelt, Gruppenarbeiten oder Rollenspielen anzureichern. «Die Studierenden bringen so ihre Berufserfahrungen ein. Ich schätze es sehr, wenn sie Modelle kritisch hinterfragen und diskutieren und praxisbezogene Lösungen suchen.»

Thiebus bereitet die Tätigkeit als Dozierender an der FFHS viel Freude: «Bei unseren Studierenden spürt man die Freude und Begeisterung dafür, eigene Erfahrungen einzubringen. Ihre Ideen sind oft so toll, dass ich manchmal am liebsten Kapital für deren Umsetzung beisteuern würde.»

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