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Neues Format: KulturstreamSchauspielerin Wanda Wylowa liest – hier ab 18 Uhr

Zweite Folge unserer Online-Serie «Kulturstream», die Kunst in Ihr Wohnzimmer bringt. Diesen Donnerstag mit «Seitentriebe»-Darstellerin Wanda Wylowa.

Schauspielerin Wanda Wylowa trägt ein Gedicht vor.

Wanda Wylowa, 1973 in Zürich geboren, gehört zum Urgestein der 1999 gegründeten Gruppe 400asa (heute Digitalbühne Zürich). Ihr TV-Debüt gab die zierliche Schauspielerin mit den zwei Nationalitäten (Schweiz/Tschechien) und dem bürgerlichen Nachnamen Vyslouzilova in der schweizerischen Kult-Soap «Lüthi und Blanc». In der unlängst ausgestrahlten SRF-Serie «Seitentriebe» spielte sie eine der Hauptrollen.

2018 war die Mutter zweier Söhne im Teenager-Alter ein Glamour-Faktor der Bühnen-Comedy «Traumfrau Mutter»; zudem wirkt sie weiterhin in innovativen Theaterformaten mit. Für ihre Performance in «Der Hamster» 2015 wurde Wanda Wylowa mit dem Schweizer Fernsehfilmpreis in der Sparte «Beste weibliche Nebenrolle» ausgezeichnet. Auf der Kinoleinwand war sie etwa 2005 in «Mein Name ist Eugen» zu sehen.

Für uns rezitiert Wylowa das Gedicht «Rezept» der polnisch-jüdischen Dichterin Mascha Kaléko, deren bewegtes Leben sie nach einer Kindheit und Jugend in Berlin in die USA und nach Israel führte; 1975 starb sie in Zürich. Im Gedicht mahnt Kaléko, sich nicht zu sehr an Dinge und Menschen zu klammern: Alles vergeht, und Angst lohnt nicht.

Wanda Wylowa hier im Bild als Monika in der SRF-Serie «Seitentriebe» zu sehen.
Wanda Wylowa hier im Bild als Monika in der SRF-Serie «Seitentriebe» zu sehen.
Foto: Samuel Schalch, SRF

Der Kulturstream

Die Corona-Krise trifft Künstlerinnen und Künstler besonders hart. Ihre Auftritte wurden noch vor den Social-Distancing-Massnahmen gestrichen. Und die angekündigten Lockerungen des Lockdown werden sie als Letzte erfahren, gewisse Veranstaltungen sind auf Monate hinaus nicht durchführbar.

Einige streamen ihre Kunst deshalb von zu Hause aus. Das wollen wir unterstützen und zeigen über die nächsten Wochen Auftritte von Musikern, Komikern, Slam-Poeten und Autoren. Mal live, mal aufgezeichnet – nach dem Motto: Kann das Publikum nicht zum Künstler, geht der Künstler zum Publikum.

Wir und die Künstler sind uns natürlich bewusst, dass solche Aufnahmen alles andere als professionell sind. Aber in einer Krise, wo selbst Königinnen und Präsidenten über Webvideo in Erscheinung treten, hat die Corona-Ästhetik durchaus einen gewissen Reiz. Wir hoffen, Ihnen gefallen die Darbietungen!

Jeweils dienstags, donnerstags und samstags ab 18 Uhr, im Ressort Kultur in der Sektion «Kulturstream».

(ked/ phz)