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Schlitteln in ZürichSchneeplausch am Fusse des Uetlibergs

Wenn in der Stadt nur noch Schneematsch übrig ist, lohnt es sich, in die SZU zu steigen. Denn auf dem Hausberg schaut es meist ganz anders aus.

Trotz Nebel ist der Schlittelhang in Ringlikon gut besucht.
Trotz Nebel ist der Schlittelhang in Ringlikon gut besucht.
Foto: Sabina Bobst

Pünktlich auf den Dezemberanfang hin ist in Zürich der erste Schnee gefallen. Gut eine Woche später ist in der Stadt davon aber nicht mehr viel übrig; der Regen hat die weisse Decke weggespült. Geblieben sind nur Matsch und gelegentlicher Schneeregen. An Winterspass wie Schneeballschlachten und Schlitteln ist nicht zu denken.

Schneegetümmel in Ringlikon

Und wie schaut es auf dem Zürcher Hausberg aus? Das Schlitteltelefon gibt Auskunft: Infolge Schneemangels ist der Schlittelweg geschlossen. Doch am Schlittelhang in Ringlikon, am Fusse des Uetlibergs, siehts nicht nach Schneemangel aus. Hier liegt eine dicke Schneedecke. Der Schnee reicht bis zu den Knöcheln und knirscht herrlich unter den Schuhen. Trotz dichtem Nebel sind Familien mit Schlitten und Bob angereist. Jauchzende Kinder, dick eingemummt in Skianzüge, stürzen sich ins Getümmel.

Schlittelspass für Gross und Klein am Hang in Ringlikon.
Schlittelspass für Gross und Klein am Hang in Ringlikon.
Foto: Sabina Bobst

«Wie ein riesiger Spielplatz»

«Der Schlittelhang ist wie ein riesiger Spielplatz», meint eine junge Mutter, «seit Schnee liegt, sind wir jeden Tag hier.» Unter der Woche sei es zudem angenehmer; am Sonntag sei der Hang «viel zu voll gewesen». Tatsächlich ist der Hang an diesem Mittwochnachmittag zwar gut besucht, doch Platz gibt es für jeden noch genug, um sich beim Schlitteln nicht in die Quere zu kommen.

Besonders für kleinere Kinder sei der Schlittelhang in Ringlikon perfekt, sagt ein Vater, der mit seinen zwei Söhnen angereist ist. Der grosse Schlittelweg, der vom Nordhang des Uetlibergs bis zum Triemli reicht, sei zu gefährlich.

Tatsächlich scheint der Hang für Kinder der Himmel auf Erden zu sein. Fleissig werden Schneemänner gebaut. Auch die Kleinsten scheinen nicht müde zu werden davon, runterzuschlitteln und den Schlitten den Hang hochzuziehen.

Ringlikon ist mit der SZU ab Zürich HB gut erreichbar.
Ringlikon ist mit der SZU ab Zürich HB gut erreichbar.
Foto: Sabina Bobst

Als sich der Zug, der gegen 15 Uhr eintrifft, leert und eine Prozession weiterer Schlittelfreudiger eintrifft, wird es dann doch noch etwas eng. Bei der Rückfahrt mit der SZU hinunter in die graue Stadt zeigt der Blick aus dem Fenster: Die Schneedecke wird immer dünner. Ab der Station Schweighof ist es dann endgültig nur noch Matsch. Doch das Wissen, dass 15 Minuten von der Stadt entfernt ein Winterparadies wartet, ist ein kleiner Trost.

1 Kommentar
    A. Hubere

    Da freuen sich die Ringliker sicher über die Werbung, zumal der Nicht - Stadtzürcher ja so gerne in der City gesehen ist. #ironieoff