«An meiner Geduld muss ich noch arbeiten»

Lukas Reimann schaut auf sein erstes Jahr in der grossen Kammer zurück.

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Wie würden Sie Ihr erstes Amtsjahr beschreiben?
Das Jahr war unglaublich abwechslungsreich: Die Eröffnungsrede zur neuen Legislatur, die Abwahl von Christoph Blocher, der Gang in die Opposition, der Alltag im Parlamentsbetrieb mit Einsitz in der Rechtskommission und politische Projekte wie die Minarett-Initiative oder das Referendum gegen unkontrollierte EU-Einwanderung forderten einem alles ab.

Was werten Sie als Ihren grössten Erfolg als Nationalrat?
In der Rechtskommission und im Rat kann ich mich gut einbringen und auch als junger Parlamentarier werde ich von erfahrenen Politikern ernst genommen und respektiert. Wichtig ist mir insbesondere, dass ich – auch nach den Wahlen – volksnah bleibe und für die Anliegen des Bevölkerung immer ein offenes Ohr habe.

Womit hatten Sie in dieser Zeit Schwierigkeiten?
Ich musste mein Leben neu organisieren und mich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Zeitmanagement – aufgrund der vielen Arbeit, Termine und Anfragen – ist eine grosse Herausforderung.

Welche wichtige Lektion haben Sie gelernt?
Trotz allem Lobbyismus und allen Anfragen, geniessen die Anliegen meiner Wählerinnen und Wählern oberste Priorität. Mein Blick und meine Kraft gilt nur der Zukunft unserer Heimat, der Zukunft unserer Schweiz.

Inwiefern hat dieses Jahr Ihre Sicht der Schweizer Politik verändert?
In Bern herrscht ein starker und vielfältiger Wettbewerb um Ideen und Überzeugungen. Nur wer sich über Parteigrenzen hinweg gut vernetzt und hart arbeitet, kann auch etwas durchbringen.

Woran müssen Sie Ihrer Meinung nach noch arbeiten?
Geduld – im St. Galler Kantonsrat wurden meine Vorstösse und Anträge immer rasch behandelt. In Bern kann man froh sein, wenn sie überhaupt einmal behandelt werden.

Welche Themen werden für die Schweiz 2009 vor allem von Bedeutung sein?
Das Jahr 2009 dürfte ein schwieriges Jahr werden: Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbunden mit der EU-Personenfreizügigkeit und insbesondere die Finanzkrise, welche auch für die Schweiz langfristige Folgen haben wird.

Was wollen Sie im zweiten Amtsjahr erreichen?
Der grossen Verantwortung, die das Mandat mit sich bringt, bin ich mir bewusst. Und ich werde mit aller Kraft dafür eintreten, dass die Bürger und ihre Sparguthaben geschützt werden. Die Menschen brauchen soziale Sicherheit. Unkontrollierte Einwanderung, Sozialmissbrauch, Steuererhöhungen und neue Belastungen für den Mittelstand sind der völlig falsche Weg. Bei der lahmenden Konjunktur ist es notwendig, die Wirtschaft im Inland zu stärken und die Menschen vor der weltwirtschaftlichen Entwicklung zu schützen.

Erstellt: 22.10.2008, 15:30 Uhr

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