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Ein Hauch Kalifornien in der Westschweiz

Lausanne wird immer wieder mit San Francisco verglichen. Was daran stimmt, sagt Yves Béhar, Designer des 100-Dollar-Laptops.

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Wer englischsprachige Reise-Blogs und Webseiten besucht, stellt fest, dass Lausanne immer wieder gerne «kleines San Francisco» genannt wird. Ganz ähnlich wie sein Gegenstück an der amerikanischen Westküste liegt Lausanne auf einer Anhöhe, die unzählige idyllische Aussichtspunkte auf einen Horizont bietet, der sich über eine ausladende Wasserfläche erstreckt.

Beide Städte sind auch ausgesprochen grün. So dürfen die Bewohner von San Francisco über 500 Hektaren Grünflächen ihr Eigen nennen, den sogenannten Green Belt, den grünen Gürtel der Stadt. Die olympische Hauptstadt Lausanne im Gegenzug bietet ihren Bewohnern 350 Hektaren an Grün, um durchzuatmen.

Die Lausanner Métro und die Cable Car von San Francisco. (Fotos: Régis Colombo / iStock)



Von der Bucht von San Francisco zu den Ufern des Lac Léman, von der Lausanner Métro bis hin zur bekanntesten Standseilbahn Kaliforniens, der berühmten Cable Car: Die Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Natürlich hinken solche Vergleiche in der Regel. Um das zu überprüfen, haben wir eine Person gesucht, die beide Städte sehr gut kennt. Daher haben wir mit dem bekanntesten Lausanner in San Francisco, dem renommierten Designer Yves Béhar, der den bekannten 100-Dollar-Laptop entwickelt hat, gesprochen und ihn gebeten, mit uns über seine beiden Heimatstädte zu sprechen.

Nur schon die Topografie ähnelt sich

Als Yves Béhar 1995 nach San Francisco zog, kam ihm vieles sehr vertraut vor. «Ich fand mich in einer Umgebung wieder, die mir sehr vertraut vorkam, gerade in Bezug auf die Topografie. Eine Ähnlichkeit zwischen den zwei Städten sticht besonders ins Auge. Beide erstrecken sich über einen Hügelzug, und im Gegensatz zu vielen Neuankömmlingen musste ich nicht lernen, am Berg zu parkieren oder anzufahren», erinnert er sich.

Es gibt an beiden Orten sehr schöne Aussichten auf ausladende Wasserflächen. (Fotos: iStock / Laurent Kaczor)



Die Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Städten beschränken sich natürlich nicht nur auf das Autofahren, sondern sind auch sonst deutlich erlebbar. «Die Lage der beiden Städte ähnelt sich nicht nur in Bezug auf die steilen Strassen. San Francisco ist auf einer Halbinsel gelegen, von der man eine Aussicht auf die weltbekannte Bucht hat. In Lausanne befindet man sich an einer Uferlage und geniesst den Ausblick auf den ausladenden Genfersee.»

Was die Mentalität betrifft, weist jede Bevölkerung natürlich ihre Eigenheiten auf. Yves Béhar sieht dennoch Parallelen zwischen den Lausannern und den Bewohnern von San Francisco: «In beiden Städten gibt es die Alteingesessenen mit ihrer eher traditionellen Sicht der Welt. Aber sowohl in San Francisco wie auch in Lausanne gibt es eine ganz spezielle Bevölkerungsgruppe, die sich aus Neuankömmlingen, Ausländern, Technologie-affinen Menschen und solchen, die in der Forschung tätig sind, zusammensetzt. Dieser Teil der Bevölkerung ist sehr weltoffen und bringt sehr viel Dynamik in diese Städte.»

Die Kathedrale ist das Wahrzeichen Lausannes. (Foto: Régis Colombo)

Es gibt in Lausanne gerade im kulturellen und künstlerischen Bereich eine wirklich fortschrittliche Haltung, die man auch an der Westküste der USA kennt. So verfügt Lausanne ebenfalls über ein üppiges Angebot an Museen und Festivals sowie über ein spannendes Nachtleben. In Lausanne entsteht zudem ein neues «Quartier des Arts», ein veritabler Kulturkomplex, der sich 2019 unter dem Namen PLATFORME 10 auf 25’000 Quadratmeter Fläche erstrecken wird.

Er wird unter anderem das Musée cantonal des Beaux-arts, das Musée de l'Elysée, das Musée d'Art appliqué (Mudac) und die Fondations Toms Pauli et Félix Vallotton umfassen. San Francisco steht der Waadtländer Stadt diesbezüglich natürlich in nichts nach. Aber auch hier gibt es Gemeinsamkeiten. «Das neue DeYoung-Museum in San Francisco etwa wird von den Schweizer Stararchitekten Pierre De Meuron et Jacques Herzog gebaut», erwähnt Yves Béhar mit hörbarem Stolz.

Das Olympische Museum in Lausanne und das DeYoung-Museum in San Francisco. ( Foto: Lydie Nesvadba / flickr, telmo32)



Viel Platz für Sport und Gesundheit

Wenn es um Lebensgewohnheiten geht, sind die Bewohner der Westküste ihren Pendants in der Romandie sehr ähnlich. Sport ist hoch im Kurs. Die olympische Hauptstadt Lausanne beheimatet mit der Athletissima ein Leichtathletiktreffen von internationalem Format und leistet sich Topmannschaften im Fussball, Eishockey, Basketball und Volleyball. Ganz ähnlich spielen Sport und Fitness auch im Leben der Menschen von San Francisco eine sehr wichtige Rolle. «Hier sind sehr viele Menschen ausgesprochen fit. Das hat sicher damit zu tun, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, sich sportlich zu betätigen und sich an der frischen Luft zu bewegen.

Es gibt mindestens 200 öffentliche Grünanlagen in der Stadt und sehr viele Nationalparks um San Francisco herum. Zudem gibt es sehr viele Joggingstrecken. Die Atmosphäre erinnert mich immer wieder an Ouchy oder an das Ufer des Genfersees mit seinen unzähligen Läufern», meint Béhar. Doch gerade in Bezug auf die Begeisterung für Laufsport hat Lausanne die Nase vorn. So gibt es in Lausanne den traditionellen 20-Kilometer-Lauf, der diesen Frühling über 27’000 Teilnehmer angelockt hat. Allein im vergangenen Herbst nahmen ungefähr 15’300 Personen an diversen Laufanlässen in der Stadt teil, die vom Komitee des Lausanne-Marathons organisiert wurden.

Die Menschen in San Francisco lieben den Laufsport, ganz wie die Lausanner. (Foto: Flickr, John Loo / stramatakis)



Was den erfahrenen Surfer Yves Béhar besonders an seiner neuen Heimat freut, sind die Möglichkeiten, wie in Lausanne, verschiedene Wassersportarten zu betreiben: «Da der Ozean hier in San Francisco so nah ist, kann man segeln, kiten – und auf Wellen surfen.» Der grosse Segelfan erwähnt auch die 34. Austragung des America’s Cup, die 2013 in der San Francisco Bay stattfand.

Auch im Mannschaftssportbereich kommen die Bewohner von San Francisco nicht zu kurz. «Die Football- und Baseballteams erfreuen sich grosser Beliebtheit. Und da gibt es noch die Golden State Warriors (Bem. d. Red.: eine Top-Basketballmannschaft aus Oakland, am anderen Ende der Golden Gate Bridge), die bei den Leuten hier äusserst beliebt sind», meint Yves Béhar weiter. «Mannschaftssportarten stehen generell hoch im Kurs. Egal wie individualistisch die Menschen in San Francisco sind, so stellen sie sich immer wieder gerne in den Dienst der Gemeinschaft. Das entspricht ihrer Mentalität.»



ETH Lausanne und Stanford Universität: Forschung ist in beiden Städten ein Antreiber der Wirtschaft und der Innovation. (Foto: Régis Colombo / iStock)



Die ETH Lausanne, der Motor von Lausanne

Der Grund, weshalb Yves Béhar ausgewandert ist, waren die fortschrittlichen Arbeitsbedingungen, die ihm die Start-up-freundliche Stadt San Francisco vor rund 20 Jahren bot. Er meint dazu, dass das dynamische unternehmerische Ökosystem und die Finanzierungsmöglichkeiten, die San Francisco damals auszeichneten, sich inzwischen auch in Lausanne etabliert hätten. «Wenn die Bedingungen bereits vor 23 Jahren so gewesen wären wie heute, hätte ich Lausanne sicher nicht verlassen.»

Gemäss Béhar sind die eigentlichen Antreiber der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von San Francisco die Universitäten von Berkeley und Stanford, die ihr Pendant im Kanton Waadt haben. Die ETH Lausanne sei Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung der Stadt am Genfersee. «Der Rückhalt, den die Forschung, die Wirtschaft und die Studierenden dank dieser Institution in Lausanne erfahren, ist unschätzbar. Es gibt ihnen entscheidende Wettbewerbsvorteile.»

(Commercial Publishing Tamedia)

Erstellt: 13.07.2017, 13:13 Uhr

Yves Béhar

Yves Béhar wurde 1967 in Lausanne geboren. Er ist 1999 nach San Francisco ausgewandert. Der renommierte Designer ist vor allem für seine Arbeiten im Bereich neuer Technologien bekannt. Er ist Gründer der Agentur Fuseproject und seit 2004 Kreativ-Chef der Agentur Jawbone. Heute ist er einer der beliebtesten Designer des Silicon Valley und unterrichtet am California College of Art.

Einige seiner Leuchtturmprojekte: das Fitness-Tracker-Armband Up, der 100-Dollar-Laptop für Kinder, die von Armut betroffen sind, die Billig-Spielzeug-Konsole Ouya, die für 99 Dollar erhältlich ist, die tragbaren Aktivboxen Jambox, das drahtlose Schloss- und Schliesssystem für zu Hause, August, der Fernseher Frame für Samsung. In Zusammenarbeit mit Herman Miller hat er die Lampe Leaf und das System für das vernetzte Büro Live OS entwickelt.

Unter seinen Kunden sind: Puma, PayPal, SodaStream, MINI, Samsung, Birkenstock, Issey Miyake, Prada – und Rivella.

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Dieser Beitrag wurde von Commercial Publishing Tamedia in Zusammenarbeit mit Lausanne Tourismus erstellt.

Ein Wochenende am Ufer des Genfersees

Lausanne, das bedeutet Genfersee, die Weinberge des Lavaux, einen historischen Stadtkern, Terrassen, Festivals und freundliche kleine Restaurants. Die Perle am Genfersee, die oft auch als «kleines San Francisco» bezeichnet wird, ist die ideale Stadt für ein verlängertes Wochenende voller Spass und Erholung in einem wunderschönen Ambiente.

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