Kanton Genf verbietet Fahrdienst Uber

Uber habe die Spielregeln gekannt, sich aber nicht daran halten wollen – deshalb wird der Fahrdienst im Kanton Genf verboten. Uber hat eine gegenteilige Meinung.

Uber behauptet, ein Technologie- und kein Taxi-Unternehmen zu sein: Uber-App und Taxi.

Uber behauptet, ein Technologie- und kein Taxi-Unternehmen zu sein: Uber-App und Taxi. Bild: Salvatore Di Nolfi/Keystone

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Der Kanton Genf fordert vom Fahrdienst Uber, seinen Dienst in Genf einzustellen. Dieser verstosse gegen das kantonale Taxigesetz. Den Chauffeuren drohen nun Bussen.

Die Genfer Sicherheitsdirektion bestätigte einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung «Tribune de Genève». Der Entscheid stammt bereits von Ende März.

Der Kanton hält Uber für eine Fahrzentrale, die sich folglich an die Genfer Taxivorschriften halten muss. Das kalifornische Unternehmen habe die Spielregeln von Anfang an bekannt und beschlossen, sie nicht zu befolgen. Es verletze mehrere Vorschriften.

Uber lehnt ab

Uber sieht das allerdings anders. Der für Westeuropa verantwortliche Sprecher sagte auf Anfrage, Uber sei keine Taxizentrale, sondern ein Technologieunternehmen, das gewisse Informatikanwendungen anbiete.

Den Uber-Chauffeuren, die gleichwohl Gäste transportieren, drohen nun Bussen zwischen 100 und 20'000 Franken, wie der Website des Genfer Departements für Sicherheit und Wirtschaft zu entnehmen ist.

Uber will gegen den Entscheid Rekurs einlegen. Die Genfer Justiz hatte sich gegen ein vorsorgliches Verbot von Uber ausgesprochen und damit den Ball der kantonalen Verwaltung zugespielt. (rsz/sda)

Erstellt: 13.04.2015, 22:04 Uhr

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