«ÖV kann man sich leisten, beim Essen muss man schauen»

Suzana K. lebte fast 20 Jahre von der Sozialhilfe. Wie kam sie mit dem Geld zurecht?

Nach fast 20 Jahren ist Suzana K. seit kurzem nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig. Wie es damals dazu kam und ob das Geld reichte, erzählt sie im Video.

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Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe zeigt in einem neuen Bericht, wie viel ein Schweizer im Monat zum Leben braucht. Die heute für Einzelpersonen festgelegten 986 Franken pro Monat seien demnach sehr knapp bemessen. Was bedeutet dieser Betrag im Alltag?

Die kroatischstämmige Suzana K. ist im Kanton Zürich geboren und aufgewachsen. Als sie mit 28 Jahren Mutter wird, sieht sie sich mit der Sozialhilfe als einziger Lösung konfrontiert.

Der Schritt in die Unabhängigkeit

Unterdessen sind ihre Kinder erwachsen. Seit sie ihre Lehre angetreten haben, bekam Suzana K. nur noch Sozialhilfe für eine statt für drei Personen. Konkret heisst das: Statt 1834 Franken erhielt sie noch 986 Franken. Mit ihrem Lehrlingslohn finanzierten die zwei Kinder den Haushalt mit, die Sozialhilfe bezahlte Suzana K. ein Drittel der Wohnkosten sowie die Krankenversicherung.

Seit kurzem arbeitet Suzana K. 80 Prozent und ist nicht mehr vom Sozialamt abhängig. Dennoch musste sie im Dezember 100 Franken vom Ersparten nehmen, da sie einen geschützten Arbeitsplatz mit geringem Lohn hat. Jetzt ist ihr Ziel, sobald wie möglich eine Stelle auf dem regulären Arbeitsmarkt zu finden. Wie sie die Zeit in der Sozialhilfe erlebte und wofür sie das Geld jeweils ausgab, sehen Sie im Video.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.01.2019, 15:30 Uhr

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