Kriminalität

So gefährlich sind die Schweizer Städte

Noch nie wurden so viele Strafurteile gefällt wie im Jahr 2012. Die polizeilichen Kriminalstatistiken zeigen, in welchen Ballungsräumen am meisten Delikte angezeigt werden.


Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die jüngste Auswertung der Strafurteile des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt, dass die Schweizer Gerichte immer mehr Urteile fällen müssen. Gut 16 Prozent dieser Urteile betreffen jedoch Verstösse gegen das Ausländergesetz, die keine direkten Opfer fordern, da es zumeist um illegalen Aufenthalt geht. Die polizeilichen Kriminalstatistiken geben besser Aufschluss darüber, wo wie viele Delikte verübt werden, bei denen direkt Menschen geschadet oder mit Drogen gehandelt wird.

Lausanne am gefährlichsten

Eine Auswertung der vom BFS gesammelten polizeilichen Kriminalstatistiken zeigt, dass die Zahl der angezeigten Straftaten (ohne Verstösse gegen das Ausländergesetz) in den grossen Schweizer Ballungsräumen zwischen 2009 und 2012 gemessen an der Bevölkerungszahl nicht zugenommen hat. Bern und Zürich stagnieren auf hohem Niveau, während 2012 in Genf im Vergleich zu 2009 massiv weniger Straftaten verzeichnet worden sind. Die Zahl der Anzeigen ist dort in den vergangenen vier Jahren um neun Prozent zurückgegangen. Auch Winterthur ist in Sachen Kriminalität stabil. Anders sieht es in Basel aus, der einzigen grösseren Stadt, die insbesondere seit 2012 eine massive Deliktzunahme um 28 Prozent zu verzeichnen hat, wenn man die Verstösse gegen das Ausländergesetz herausrechnet. Ein bisschen weniger stark ist die Zahl der Delikte in Lausanne angestiegen, wo zwischen 2009 und 2012 rund 26 Prozent mehr Delikte verzeichnet wurden.

Basel im Vergleich sicher

Dennoch ist Basel im Vergleich mit anderen Städten sicher. Kamen 2012 in Basel 171 Straftaten auf 1000 Einwohner, so waren es in Zürich 189 und in Bern gar 234. Auch in Genf sind es mit 214 Straftaten auf 1000 Einwohner weit mehr als in Basel. Und Lausanne führt die Statistik derzeit mit 274 Straftaten auf 1000 Einwohner an. Laut der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt ist die Zunahme der angezeigten Delikte im Jahr 2012 darauf zurückzuführen, dass nach zwei Jahren der personellen Unterbesetzung von 2010 und 2011 wieder ihren Sollbestand erreichte und entsprechend mehr Delikte zur Anzeige bringen konnte.

Erstellt: 28.10.2013, 14:03 Uhr

Artikel zum Thema

Bald 900 bis 1000 neue Gefängnisplätze

Einzelne Schweizer Gefängnisse sind mehr als zweifach überbelegt. Das soll sich nun ändern. Mehr...

Mit der Kamera gegen Kleinkriminelle

Hintergrund Die Genfer Regierung will mit hochauflösenden Kameras die lokale Kriminalität bekämpfen. Sie geht damit weiter als andere Schweizer Städte. Mehr...

Nationalrat will DNA-Tests für «bestimmte Asylbewerber»

Auf Druck der SVP-Fraktion hin wurde heute im Nationalrat in einer hitzigen Sonderdebatte über Schengen diskutiert. Der Rat hat einer umstrittenen Motion von Christophe Darbellay zugestimmt. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Kommentare

Paid Post

Weg mit hartnäckigen Fettdepots und Cellulite!

Sie möchten abnehmen, ohne auf lästige Diäten zurückzugreifen und ohne Sport machen zu müssen? Slim&more zeigt Ihnen, wie Ihre Pfunde ganz ohne Pillen und Eingriffe purzeln.

Die Welt in Bildern

In einem Tempel in Indonesien werden Laternen für die bevorstehenden Feierlichkeiten zum neuen Jahr aufgestellt. Das Mondschein-Neujahr, in China auch als Frühlingsfest bekannt, fällt auf den 25. Januar 2020 und markiert den Beginn des Jahres der Ratte. (23. Januar 2020)
(Bild: Fully Handoko) Mehr...