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So macht die SBB Pendlern Beine

Die SBB testen ab heute kleinere Sektoren auf dem Perron, dank denen Reisende rascher ein- und aussteigen sollen. Tagesanzeiger.ch/Newsnet war am Testbahnhof in Laufen, Baselland.

Klare Zuteilung: Neu sollen Sektormarkierungen rascheres Ein- und Aussteigen ermöglichen.
Video: Lorenz von Meiss

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Im Bahnhof Laufen, zwanzig Minuten von Basel entfernt, fragte Tagesanzeiger.ch/Newsnet Reisende nach ihrer Meinung zu den neuen Massnahmen der SBB. Hier wurde das gesamte Perron in mehrere nur noch 50 Meter lange Sektoren eingeteilt, um den Reisenden mithilfe von neuen Bodenmarkierungen gezielter freie Sitzplätze zuzuordnen.

«Vor allem hier in Laufen haben wir ein grosses Problem, in die Agglomeration zu reisen. Da müssen sich die SBB schnell etwas einfallen lassen», sagt Christian Borer aus Laufen. Andere Reisende zweifeln an der Effizienz des neuen Konzepts. Das wird nur dazu führen, dass auf dem Perron ein grosses Rumgerenne stattfinden wird, sagt Doris Bühler, die täglich zwischen Laufen und Delsberg pendelt.

Die SBB sehen sich zunehmend, vor allem während der Stosszeiten, mit engeren Platzverhältnissen an den Bahnhöfen konfrontiert. «Im Netzzustandsbericht 2012 wiesen wir zwölf kapazitätskritische Bahnhöfe aus», teilten die SBB in einer Medienorientierung mit. Laut Prognosen der SBB steigt die Anzahl der Bahnhofnutzenden bis ins Jahr 2040 um 70 Prozent an. An fünf Bahnhöfen im Laufental testen die SBB nun Massnahmen, um Personenkapazität auszubauen.

Die Perrons in den fünf Testbahnhöfen Aesch, Duggingen, Grellingen, Zwingen und Laufen sind in Sektoren von 50 bis 55 Metern eingeteilt. Die neuen, halb so langen Sektoren erlauben es, den Halteort der Züge genauer zu definieren. Mithilfe eines Kundeninformationssystems sollen so wertvolle Sekunden gewonnen werden, um die Einhaltung des Fahrplans zu gewährleisten.

Erstellt: 16.08.2013, 17:13 Uhr

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