Sonderegger wird neuer Rüstungschef

Martin Sonderegger setzt sich gegen drei Kontrahenten durch. Der Bundesrat entscheidet sich für einen internen Kandidaten.

Der Bundesrat bittet auf den neuen Stuhl: Verteidigungsminister Ueli Maurer und Rüstungschef Martin Sonderegger bei einer Medienkonferenz in Bern. (11. Februar 2015)

Der Bundesrat bittet auf den neuen Stuhl: Verteidigungsminister Ueli Maurer und Rüstungschef Martin Sonderegger bei einer Medienkonferenz in Bern. (11. Februar 2015) Bild: Keystone

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Martin Sonderegger ist ab 1. März neuer Rüstungschef der Armee. Damit setzt der Bundesrat auf einen internen Kandidaten. Sonderegger befasst sich seit 1987 mit Armeematerial, seit 2009 ist der 56-Jährige stellvertretender Rüstungschef.

Nach dem Rücktritt von Rüstungschef Ulrich Appenzeller im letzten Mai leitete Sonderegger die Armasuisse, die Rüstungsstelle des Bundes, ad interim. Er habe damit ein mehrmonatiges Assessment «on the job» absolvieren können, sagte er nach seiner Wahl durch den Bundesrat vor den Bundeshausmedien. Sein Ziel sei es, das Vertrauen in die Armasuisse wiederherzustellen.

Auch externe Kandidaten im Rennen

Laut Verteidigungsminister Ueli Maurer wurden auch Wunschkandidaten von ausserhalb der Verwaltung angesprochen. Vier Personen seien am Ende ins Assessment geschickt worden. Darunter seien valable Kandidaten gewesen. Er sei jedoch zum Schluss gelangt, dass intern eine bessere Lösung vorhanden sei.

Die anderen Kandidaten hätten teilweise auch nicht von der Privatwirtschaft in die Verwaltung wechseln wollen, sagte Maurer. «Es war wohl auch eine Gehaltsfrage.»

Sonderegger hatte sich nicht beworben. Er begründete dies damit, dass es Armasuisse in den letzten Jahren nur schlecht gelungen sei, Leistungen zu vermarkten und anerkennen zu lassen. Er sei davon ausgegangen, dass sich die Akzeptanz mit einer externen Person erhöhen liesse. Nun freue er sich aber auf die Herausforderung.

Sonderegger war in den letzten Jahrzehnten schon in verschiedenen Funktionen in der Rüstungsbeschaffung tätig. Zunächst war der Maschineningenieur Projektleiter für gepanzerte Fahrzeuge, Minenwerfer und Panzerabwehrkanonen. Später führte er verschiedene Sektionen, von 2004 und 2008 leitete er die Geschäftseinheit Landsysteme und Munition. (spu/sda)

Erstellt: 11.02.2015, 15:57 Uhr

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